Westen: Glatteis- und Lawinengefahr

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Westen: Glatteis- und Lawinengefahr
In Westösterreich ist wegen akuter Lawinengefahr zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Wie der ÖAMTC mitteilte, mussten mehrere Straßen in Tirol und Vorarlberg vorübergehend gesperrt werden, sind aber wieder passierbar.

In Vorarlberg herrschte am Donnerstag große Lawinengefahr der Stufe 4 auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Die Straßenverbindung in die Wintersportorte Lech, Zürs und Stuben war in der Früh gesperrt, konnte aber gegen 9.30 Uhr wieder für den Verkehr frei gegeben werden.

Nach Angaben des Lawinenwarndienstes fielen in den Berggebieten Vorarlbergs seit Montagabend zwischen 60 und 80 Zentimeter Neuschnee. An Gefahrenstellen waren Schneebrettauslösungen auch bereits bei geringer Zusatzbelastung wahrscheinlich.

„Spontane Lawinenabgänge mittleren, auch großen Ausmaßes sind zu erwarten“, so die Einschätzung von Bernhard Anwander vom Lawinenwarndienst. Bis Samstag sei vorerst keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr in Sicht.

Das große Risiko hatte in der Nacht auf Donnerstag einige Straßensperren notwendig gemacht. Sowohl die Arlberg-Skiorte Lech, Zürs und Stuben als auch Warth (Bregenzerwald) waren vorübergehend nicht auf dem Straßenweg erreichbar. Nach Spreng- und Räumarbeiten konnten die Verbindungen in die Arlberg-Skigebiete gegen 9.30 Uhr aber wieder für den Verkehr frei gegeben werden. Die Räumarbeiten auf der ebenfalls gesperrten Arlberg-Passstraße waren zu dieser Zeit noch im Gang.

Am Mittwochnachmittag war beim Abgang eines Schneebretts in Hirschegg (Kleinwalsertal) ein 49-jähriger Hüttenwirt bei einer Versorgungsfahrt mit einem Skidoo verschüttet worden. Der Mann steckte bis zum Hals im Schnee, konnte sich aber selbst befreien. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion blieb er unverletzt. In Vorarlberg blieben am Donnerstag vormittag schwere Verkehrsunfälle trotz teilweise vereister Fahrbahnen aus. Laut Polizeiangaben tat sich auf den Straßen „nichts Auffallendes“. Gemeldet wurden bis zum Mittag lediglich Blechschäden.

Wegen Glatteis musste wie schon am Mittwoch eine Straße im Raum Feldkirch teilweise gesperrt werden. Am späten Vormittag war die Sperre laut Polizeiinspektion Feldkirch aber aufgehoben. Ebenfalls wieder befahrbar war gegen 10.45 die Arlberg-Straße, die in der Früh auf Grund von Lawinengefahr nicht passierbar gewesen war. Auf einigen höher gelegenen Bergstraßen herrschte Kettenpflicht für Schwerfahrzeuge.

Mehrere Unfälle in Tirol

Glatteis hat es am Donnerstag in Tirol nach Angaben der Polizei nur vereinzelt gegeben. Betroffen war vor allem die Inntalautobahn A12. Mehrere Verkehrsunfälle waren die Folge. Zwischen Wiesing und Kramsach waren die Fahrbahnen der A12 in beiden Fahrtrichtungen vereist. Es kam zu einigen Auffahrunfällen. Auf zahlreichen Bundes- und Landesstraßen bestand Kettenpflicht für alle Fahrzeuge.

Wegen Lawinengefahr gesperrt war unter anderem die Seefelder Bundesstraße (B177) zwischen Scharnitz und Mittenwald. Auf der Silvretta Bundesstraße (B188) wurde die Sicherheitssperre unterdessen aufgehoben. Die Orte Kappl, Ischgl und Galtür waren damit wieder erreichbar.

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