Westbahn will mit erweitertem Ankerbrot-Catering punkten

Die Westbahn und Ankerbrot arbeiten zusammen
Die Westbahn und Ankerbrot arbeiten zusammen - © APA (Sujet)
Die ÖBB-Konkurrenz auf der Wien-Salzburg Strecke, die Westbahn, wird ab Juni in Sachen Bahn-Catering auf warme Speisen vom Traditionsbäcker Ankerbrot setzen.

Mit warmen Snacks soll der Cateringbereich weiter Gewinne schreiben, mit neuer Sortimentsausweitung sollen positive Impulse für beide Betriebe geschaffen werden. “Umsätze in siebenstelliger Höhe” und ein “operativer sechsstelliger Gewinn” sei die aktuelle Bilanz der Bahngastronomie, erklärte Westbahn-Chef Erich Forster am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Wien. Beide Unternehmen stecken in den roten Zahlen.

Vier Varianten an Snacks

Eine aktuelle Filzmaier-Studie zur Zufriedenheit der Reisenden mit den Snacks auf den Strecken der Westbahn gibt dem Vorhaben gute Chancen. Laut einer im April durchgeführten schriftlichen Befragung des Instituts für Strategieanalysen bewerteten 88 Prozent der Westbahnkunden die Speisen und Getränke mit “sehr gut”. Reservierung und Snack (inklusive Getränk) auf der Westbahn sind ab Juni um 6,90 Euro für Reisende abrufbar und nur online buchbar. Die Snacks werden laut Ankerbrot-Vorstand Andreas Schwarzenberger in vier Varianten von Wien und Salzburg angeliefert. Ankerbrot hat einen Produktionsstandort am Salzburger Hauptbahnhof und am Wiener Westbahnhof.

Personalaufstockungen sind laut Bahnchef Forster dafür nicht angedacht. Ankerbrot werde für die Produktion sein Personal aufstocken, so Schwarzenberger. Zu Beginn rechnet Forster mit täglich zehn bis fünfzehn Online-Bestellungen pro Zug, vorrangig auf der Strecke Wien-Salzburg, wobei täglich rund 34 Zugfahrten von der Westbahn unternommen werden. Ticketkontrolle und Speisen- und Getränke-Service werden von den Bahnangestellten in Personalunion vorgenommen. Ab Ende 2017 soll es zusätzlich Snack-Automaten in den neuen Zügen geben. “Es ist nicht ganz easy, Sozialstandards zu halten und trotzdem Gewinne zu schreiben”, versicherte Forster. Bei der Westbahn bezahle man über dem Kollektivvertrag, so der Bahnchef. “Intelligente Lösungen vermeiden Lohndumping.” Die Westbahn bezahlt ihrem Zugpersonal nach eigenen Angaben ein Einstiegsgehalt von 1.840 Euro brutto.

Ab Dezember 2017 neue Zuggarnituren

Die Westbahn hält weiters an ihren Plänen fest, mit Auslieferung der neuen Züge bis Innsbruck durchzufahren. Die mehrheitlich private Westbahn hat zehn neue Züge im Gesamtwert von 180 Mio. Euro in Bestellung gegeben. Mit den neuen Zuggarnituren will die Westbahn ab Dezember 2017 auch vom Hauptbahnhof Wien nach Salzburg fahren. Seit Dezember 2011 macht die Westbahn der ÖBB auf der Strecke Wien-Salzburg Konkurrenz. Bisher hat sie keinen Gewinn erzielt.

(APA/Red.)

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