Werner Faymann spurlos verschwunden

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Werner Faymann spurlos verschwunden
© Gebrüder Moped
Gastkommentar der Gebrüder Moped: Der steirische Landeshauptmann Franz Voves hat offensichtlich sein Landeshauptmanndasein satt und überlässt sein Amt nach gemeinsam verlorener Wahl seinem Lieblingsreformpartner Hermann Schützenhöfer. Voves, ein gefinkelter Politiker alter Schule, wird wohl punktgenau wissen, was er tut. Aber der Rest? Österreich ist ratlos.

Was ist da passiert? Eine Wettschuld? Im Suff mal schnell den Landeshauptmann verzockt?

 Planlose Planwirtschaft

Man kann richtig froh sein, dass der Erste der steirischen Landtagswahl sein Zepter zumindest dem Zweiten und nicht dem nächst besten Donauland-Vertreter auf der Straße aufgeschwatzt hat. Hermann Schützenhöfer stellt klar, dass der Landeshauptmann eigentlich nicht mehr Teil seiner Lebensplanung gewesen wäre. Aber da hat ihm der selbstbestimmte Juniorpartner in spe ordentlich einen Strich durch die Milchmädchenrechnung gemacht. Denn die neue rote Planwirtschaft lässt es dieser Tage krachen wie nie. Die SPÖ tanzt unentwegt einen Reigen situatuonselastischer Unüberlegtheiten, dass sich nicht nur WählerInnen und SympathisantInnen auf den zornroten Kopf greifen.

Wollt ihr den totalen Niessl?

Im Burgenland koaliert man mit einer Partei, die Ängste schürt, auf Kleine tritt und Flüchtlingskinder mit einem herzhaften Go Home begrüßt. Und der Kanzler? Er schweigt. Vielleicht sollten die Sozialdemokraten ihr Wahlversprechen aus dem Jahr 2013 langsam umsetzen und einen Sozialdemokraten als Kanzler einsetzen. Und nicht Werner Faymann. Oder ist letzterer bereits zurückgetreten? Man weiß es nicht. Bekommt die Republik das denn überhaupt mit, wenn es soweit ist?

Bürgermeister Manfred Juraczka

Vielleicht macht Schützenhöfers gewonnene Hermannschlacht ja auch in Wien Schule. Kennt man ja von der ÖVP: Als Zweiter Landeshauptmann, als Dritter Kanzler. Wenn die Wiener Volkspartei Glück hat, wird sie im Herbst Vierte und stellt den Wiener Bürgermeister. Wobei schwarze Insider mittlerweile damit liebäugeln, künftig komplett auf das Antreten bei Wahlen zu verzichten. Warum soll sich die ÖVP das auch antun? Die Spitzenpositionen schenken ihnen die Roten und die Nationalratsabgeordneten staubt man neuerdings vom Talenteschuppen Nummer eins, dem Team Stronach, ab. So kann es weitergehen. Und unser Bundeskanzler würde es nicht einmal bemerken. Wo steckt der eigentlich?

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