Welt gedenkt Katastrophe von Tschernobyl

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Zum 20. Gedenktag von Tschernobyl lässt Global 2000 mit Studien aufhorchen, die besagen: Tschernobyl war kein Einzelfall. Weltweit findet man Spuren radioaktiver Verseuchung.

„Vor, aber auch nach Tschernobyl kam es weltweit zu radioaktiver Verseuchung sowohl durch die so genannte zivile als auch militärische Nutzung der Atomtechnologie”, warnte Global 2000 anlässlich des 20. Jahrestags der Katastrophe. „Die Geschichte der Atomkraft ist voller Störfälle, Unfälle und Katastrophen, die Leid und Tod gebracht haben und immer noch bringen”, sagte Anti-Atomsprecherin Silva Herrmann.  

Die größte atomare Katastrophe ereignete sich laut Global 2000 in Majak, rund 1.700 km östlich von Moskau. Einem UNO-Gutachten zufolge ist dies der Ort mit der größten radioaktiven Kontamination auf der Erde. Im September 1957 explodierte in der Anlage ein Tank mit hochaktivem flüssigen Atommüll, eine Fläche so groß wie ein Viertel Österreichs wurde verseucht. Etwa 1.000 Menschen starben durch die Explosion. Die Strahlung, die mit dem Zwei- bis Sechsfachen der Tschernobyl-Katastrophe angegeben wird, zog etwa 270.000 Menschen in Mitleidenschaft.

Zu einem schweren Unfall mit teilweiser Kernschmelze und Austritt von Radioaktivität kam es am 28. März 1979 im AKW bei Harrisburg (Three Mile Island/USA). Auch nach Tschernobyl riss die Serie nicht ab: Mindestens 22 schwere Störfälle ereigneten sich laut Global 2000 seitdem, der schwerste 1999 in Tokaimura (Japan), wo beim Mischen radioaktiver Substanzen eine nukleare Kettenreaktion ausgelöst wurde.  

Auch der Normalbetrieb der Wiederaufbereitung führt laut den Umweltschützern zu atomarer Verseuchung. Die radioaktiven Nuklide aus den Anlagen La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien) seien noch an der norwegischen und grönländischen Küste nachweisbar. Plutonium aus Sellafield wurde in den Zähnen von englischen Kindern nachgewiesen.

Atomwaffentests haben weltweit die Strahlenbelastungen zusätzlich erhöht. In den Testgebiete gibt es hohe Raten an Krebserkrankungen und Fehlbildungen, so Global 2000.

Die Geschichte der Katastrophe

Petition gegen Atom von Global 2000

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