Weitere Enthüllungen rund um SPÖ-Facebook-Affäre

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Weitere Enthüllungen rund um SPÖ-Facebook-Affäre
© Neue Enthüllungen rund um die SPÖ-Facebook-Affäre.
Wie “Die Presse” am Dienstagabend berichtet, liegen neue Enthüllungen rund um die SPÖ-Facebook-Affäre vor.


Enthüllungen in SPÖ-Facebook-Affäre

Laut Informationen der APA hat die SPÖ Paul Pöchhacker suspendiert.

Während der Wahlkampftour sagte Kern am Dienstag, dass das Vorgehen von Tal Silberstein "unmoralisch" und "unglaublich blöd" gewesen sei. Es sei unglaublich, dass jemand von außen versuche, die SPÖ-Kampagne zu zerstören.

Die SPÖ wolle außerdem die Staatsanwaltschaft ermächtigen eine Erhebung wegen übler Nachrede einzuleiten. Als Beispiel wurde dabei eine Foto-Montage angeführt, welche Kern auf der Toilette sitzend den "Falter" lesend zeigt.

Laut Informationen der "Presse" wurden die Seiten aber mit Fake-Namen angelegt, Werbung oä. wurden mit Prepaid-Kreditkarten bezahlt.

Die SPÖ brachte am Dienstag Anzeigen ein, um die Betreiber der Facebook-Seiten ausfindig zu machen. Ein verpflichtendes Impressum gibt es nicht. Facebook wurde aufgefordert, die Betreiber bekanntzugeben.

Wie die Kampagne nach dem Ausscheiden von Silberstein finanziert wurde, ist immer noch unklar. Der am Samstag zurückgetretene Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler gab an, dass eine Finanzierung aus der Parteizentrale ausgeschlossen sei. Möglicherweise wurden dafür Gelder parteinaher Vereine und Firmen verwendet.

Scheinbar soll es einen "Maulwurf" geben - Laut Silberstein habe dieser auch versucht geheime Chats zu veröffentlichen. Silberstein droht mit "Konsequenzen".

Der Kanzler habe nicht im entferntesten davon gewusst, sagte Silberstein am Dienstag der Nachrichtenzeitung "News".

Pöcklhacker sei vor dem Ausscheiden von Silberstein Schnittstelle zwischen dessen Büro und der Parteizentrale gewesen - mittlerweile wurde er mit offiziellen Aufgaben im Bereich der Umfragenanalyse und Motivforschung betraut.

Laut der "Presse" soll SPÖ-Mitarbeiter Paul Pöckhacker, welcher von Beginn an involviert war, auch nach Silbersteins Ausscheiden weiter Inhalte an das Facebook-Team geliefert haben.

Laut SPÖ sei die Partei nach dem 14. August nicht mehr involviert gewesen - die Seiten wurden aber erst am vergangenen Samstag offline genommen.

Silberstein soll die Mitarbeiter angewiesen haben, die Parteispitze nicht über sein Vorgehen zu informieren. Diese könne sich glaubhaft distanzieren, sollten die Vorgänge publik werden.

Laut den vorliegenden Dokumenten wurde die Seite nach dem Ausscheiden von Tal Silberstein weiterbetrieben - möglicherweise sogar durch die ÖVP, um Kern zu schaden.

Es geht dabei um die Seiten "Wir für Sebastian Kurz" und "Die Wahrheit über Sebastian Kurz".

Laut der "Presse" hat ein hochrangiger Kampagnenmitarbeiter der Sozialdemokraten auch nach der Entlassung von Tal Silberstein Mitte August die Facebook-Seiten weiter betrieben.

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