Weiterarbeit mit Domingo

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Pläne weit über das Mozartjahr hinaus hegt das Theater an der Wien, das am Sonntag mit einem „Inaugurationskonzert“ unter der musikalischen Leitung von Placido Domingo seine Wiedereröffnung als Opernbühne feiert.

So kündigte der Startenor am Donnerstag an, dass er in kommenden Saisonen bei Aufführungen spanischer Barockopern auch als Sänger mitwirken könnte.

Auch mit dem Bolschoi Theater sei eine Kooperation angedacht, bestätigte Intendant Roland Geyer. Auch eine Zusammenarbeit mit Regisseur Martin Kusej ist geplant.

Domingo: “Liebesbeziehung” mit Wien

Immer wieder hatte Domingo laut über ein Karriereende nachgedacht. Im August vergangenen Jahres hatte er gesagt: „Der Tag, an dem ich von der Bühne abtrete, ist ziemlich nahe.“ Nun meinte der Publikumsliebling, der zuletzt vor allem als Dirigent arbeitete, Gespräche mit Intendant Geyer habe es bereits gegeben, fixiert sei aber noch nichts. Seine Beziehung zu Wien sei aber eine ganz besondere, der 64-Jährige verglich sie mit einer „Liebesaffäre“.

Eine weitere Liebeserklärung an das neue Opernhaus könnte von Martin Kusej folgen – in Form von Inszenierungen. Sowohl Geyer als auch der Sprecher des Regisseurs bestätigten Gespräche für künftige Projekte, ohne Details bekannt zu geben. Mehr Informationen zur geplanten Zusammenarbeit mit dem derzeit geschlossenen Bolschoi Theater sollen in Kürze folgen.

Viel privates Geld im Spiel

Kryptisch zeigte sich Geyer auch, was die von Sponsoren aus der Privatwirtschaft beigesteuerten Gelder für sein Haus betrifft: „Es ist ein Euro-Betrag mit weit über sieben Stellen.“ Hauptsponsor ist Agrana. Auf Sponsoring sei man angewiesen, da jedwede Unterstützung von Seiten des Bundes fehle. Ein beträchtlicher Betrag komme hingegen von der Stadt Wien. Geyer peilt für sein Haus eine Auslastung von mindestens 90 Prozent an, bereits vor der Eröffnung seien knapp 1.000 Abos verkauft.

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