Weihnachtskekse mit Salmonellen: Rückruf bei Hofer

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Rückruf von Keksen bei Hofer.
Rückruf von Keksen bei Hofer. - © APA/Sujet
Weihnachtskekse, die bei Hofer verkauft wurden, müssen zurückgerufen werden. Weil bei einer Routineuntersuchung Salmonellen entdeckt wurden, ist das Produkt laut Lieferant Bear Production Kft. nicht zum Verzehr geeignet. Der Kaufpreis wird – auch ohne Rechnung – rückerstattet.

Wie die Salmonellen das Produkt kontaminiert haben, wird noch untersucht, sagte der Lieferant am Mittwoch im APA-Gespräch.Wien. Durch Salmonellen verursachte Infektionen (Salmonellosen) zählen weltweit zu den häufigsten bakteriellen Durchfallerkrankungen.

Diese können mitunter lebensbedrohlich sein. Menschen stecken sich meistens über verseuchte Lebensmittel (vor allem Fleisch, Eier, Milch) oder mit durch Fäkalien verunreinigtes Wasser an, so die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

“Weihnachtskekse mit Butter 250g” bei Hofer zurückgerufen

Von dem Rückruf betroffen sind “Weihnachtskekse mit Butter 250g” mit der Chargennummer 1548304 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24.01.2016. Trotz “einwandfreiem Gutachten vor Auslieferung” seien im Zuge einer Routineuntersuchung die Salmonellen in einer Probe nachgewiesen worden. Weitere Hinweise auf bakterielle Kontaminationen bestehen nicht. Eine Vermehrung von Salmonellen im Produkt sei bei üblicher Verwendung “sehr unwahrscheinlich”, erklärte Bear Production.

Das Produkt kann in jede Hofer-Filiale zurückgebracht werden.

Kekse mit Salmonellen: In Schokolade oder Kokosraspel

Die Ursache der Salmonellenkontamination war am Mittwoch völlig unklar, Hinweise auf hygienische Mängel liegen nicht vor, erklärte der Geschäftsführer der Produktionsfirma Backbär, Gottfried Müller. Da es sich um einen Salmonellenstamm handelt, der laut Müller nicht in Österreich vorkommt, geht man von einer Zutat aus dem Ausland als Verursacher aus.

Im gegenständlichen Befund waren alle anderen mikrobiologischen Parameter – Gesamtkeimzahl, Enterobakterien, E.coli, koagulasepositive Staphylokokken, Schimmel, Hefen – unter der Nachweisgrenze. Zahlreiche Produktuntersuchungen in den vergangenen Monaten hätten keinerlei Beanstandungen hinsichtlich der mikrobiologischen Sicherheit gezeigt. Es gebe derzeit keinen Hinweis darauf, dass weitere Chargen oder Produkte betroffen wären, heißt es von Backbär.

Kekse eigentlich ausreichend gebacken

Ein Keks, das mit 180 Grad gebacken wird, ist eigentlich steril, meinte der Leiter des Geschäftsfeldes für Öffentliche Gesundheit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), Franz Allerberger.

Doch wenn Zutaten wie Schokolade, die bei niedrigeren Temperaturen geschmolzen wird, oder Kokosraspeln, die auch im Freien getrocknet werden, zur Verzierung verwendet werden, sei eine Salmonellenkontamination möglich.

(APA)

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