10. Juni 2009 15:07; Akt.: 28.09.2011 00:31

Was wäre Wien ohne die Donauinsel?

Was wäre Wien ohne die Donauinsel? © Vienna Webcam
Die Wiener Donauinsel ist Naherholungsgebiet und Hochwasserschutz in einem. Einst als neues Projekt wild umstritten ist “die Insel” heute nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. (1 Kommentar)

Im Vorfeld des 26. Donauinselfestes kommen am Montag, den 15. Juni in einer Art “Klassentreffen” einige der “Väter” der Donauinsel zusammen und beleuchten ihre “planerische Pionierleistung”, das sogenannte “Wiener Modell”, für DoktorandInnen. Die Technische Universität (TU) Wien ist Mitorganisator.

Einzigartiges “Bau”-Projekt in Europa

Das deutsch-österreichisch-schweizerische Doktorandenkolleg mit dem Titel “Forschungslabor Raum” findet von 14. bis 19. Juni in Wien statt und widmet sich der wissenschaftlich-kreativen Auseinandersetzung mit schwierigen raumrelevanten Fragestellungen. Ein “Best-Practice-Beispiel” auf diesem Gebiet ist die Wiener Donauinsel, die in den Jahren 1972 bis 1988 dank einer einzigartigen Planungsorganisation entstand.

Nun ist das “Wiener Modell” Thema einer berühmt besetzten Podiumsdiskussion, zu der sich einige der damaligen Entscheidungsträger aus Politik und Planung an einem Tisch versammeln.

Reinhard Breit, emeritierter Professor für Raumplanung an der TU Berlin, Fritz Hofmann, Stadtrat außer Dienst und DI Otto Engelberger sind einige der wichtigsten Persönlichkeiten und Schöpfer des Jahrhundertwerkes “Donauinsel”. Sie kommen am Montag, den 15. Juni 2009 in das Techgate Vienna, um gemeinsam mit ETH-Professor und Gastgeber Bernd Scholl raumplanerische Erkenntnisse, die aus dem “Wiener Modell” gewonnen wurden, zu erläutern. Jakob Maurer, ebenfalls untrennbar mit der Neugestaltung des Donauraumes und der Entwicklung des “Wiener Modells” verbunden, ist emeritierter Professor an der ETH Zürich und wird bei der Podiumsdiskussion eine Grußbotschaft senden.

Andreas Voigt, Professor am Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung der TU Wien ist Mitorganisator des Internationalen Doktorandenkollegs “Forschungslabor Raum” und erklärt: „Mitunter hat man den Eindruck, dass das ‘Wiener Modell’ außerhalb von Wien geläufiger ist, als in der Stadt selbst. Es ist einmalig, dass wir die Größen auf diesem Gebiet für das Doktorandenkolleg gewinnen konnten. Speziell das in diesem Zusammenhang strukturierte und in der Fachliteratur als Testplanung bezeichnete Verfahren, wurde für die Donauinsel angewandt und wird bei der Diskussion ebenfalls thematisiert.”

Donauinsel, 1210 Wien, Austria



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