Warum Bluetooth am Smartphone immer noch wichtig ist

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Warum Bluetooth am Smartphone immer noch wichtig ist
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Bluetooth gibt es bereits seit 16 Jahren, dennoch ist es in jedem aktuellen Smartphone zu finden und das wird wohl noch einige Zeit zu bleiben, denn der Erfolg ist wohl der stetigen Weiterentwicklung geschuldet. Mit Bluetooth Low Energy konnten neue Anwendungsgebiete erschlossen werden, die Reise ist aber noch lange nicht abgeschlossen.

„Penny, everything is better with Bluetooth!“ Sheldon Cooper bringt es in „The Big Bang Theory“ auf den Punkt, auch wenn er es auf eine Haarspange bezog. Doch die große Revolution von Bluetooth kam erst ein halbes Jahr nach der Erstaustrahlung der Folge. Im Dezember 2009 veröffentlichte die Bluetooth Special Interest Group, der Herausgeber des Bluetooth-Standards, die Version 4.0. In diesem ist ein weiterer Protokollstapel Low Energy (BLE) enthalten, der auf besonders wenig Energieverbrauch getrimmt ist. Da damit alle möglichen smarten Dinge wie Telefone, Uhren und Kühlschränke angesprochen werden sollen, wird dieser Standard auch Bluetooth Smart genannt. Die Verbindung von Wearables wie Smartwatches oder Fitnessbänder läuft mittlerweile so gut wie immer über Bluetooth Smart. Dieses ist jedoch auch in der Lage Monate lang nur über eine Knopfzelle gespeist zu werden. Besonders interessant sind hierbei sogenannte Bluetooth Beacons.

Bluetooth Beacons und ihr Einsatz am Smartphone

Beacons (dt. „Funkfeuer“) sollen Aufmerksamkeit an einen gewissen Ort lenken. Bei Bluetooth Beacons werden von einem Sender kurze Nachrichten in regelmäßigen Abständen gesendet. Diese „Advertising Frames“ werden im Normalfall dazu verwendet, dass sich nahestehende Geräte finden und verbinden können. Bei Beacons sind jedoch alle Nutzdaten (31 Byte) bereits enthalten, eine zeit- und energieaufwendige Kopplung entfällt. Doch was kann mit diesen wenigen Informationen angefangen werden? Eine Möglichkeit ist, dass eine vorinstallierte App den Beacon erkennt und aus dem Internet dazu passende Informationen lädt. Mit der App Shopkick können so zum Beispiel Kunden für das Betreten von ausgesuchten Geschäften mit Bonuspunkten belohnt werden. Auch kann eine URL in dem Informationshappen hinterlegt sein. Eine weitere Möglichkeit ist das Tracking innerhalb von Gebäuden. Mit dem „Advertising Frame“ wird auch die abgegebene Energie des Senders mitgeliefert, mit mehreren Sendern und der jeweiligen empfangene Signalstärke kann so mittels Trilateration die Position bestimmt werden. Somit ist eine Anzeige des Weges in zum Beispiel Bahnhöfen und Flughäfen möglich.

Die Zukunft von Bluetooth

Doch wohin möchte die Bluetooth Special Interest Group? Natürlich sollen in Zukunft mehr Daten in kürzerer Zeit und weniger Energie übertragen werden, aber es soll sich auch die Topologie an neue Erfordernisse anpassen. Derzeit arbeit Bluetooth immer nur mit Punkt-zu-Punkt Verbindungen zwischen zwei Geräten, mit Smart Mesh sollen Verbindungen zwischen allen Geräten hergestellt werden. Dies ist vor allem in der Heim-Automatisierung relevant. So könnten Feuchtigskeitssensoren in den Topfpflanzen über ein großes Bluetooth-Netzwerk kommunizieren und am Smartphone die zu gießenden Pflanzen anzeigen. Oder am besten gleich das automatische Bewässerungssystem aktivieren. Und an einer Anbindung ins Internet wird ebenso gearbeitet. Es gibt also noch viele Dinge, die mit Bluetooth noch besser werden können. Die Haarspange mit Bluetooth ist vielleicht näher als wir dachten…

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