Wartezeiten auf MRT- und CT-Untersuchungen in Wien “signifikant gesunken”

Laut Gesundheitsministerin Rendi-Wagner sind die Wartezeiten auf CT- und MRT-Untersuchungen gesunken.
Laut Gesundheitsministerin Rendi-Wagner sind die Wartezeiten auf CT- und MRT-Untersuchungen gesunken. - © APA/HANS PUNZ
Die Wartezeiten auf CT- und MRT-Untersuchungen sind laut Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) “signifikant gesunken”. Beim Besuch eines Wiener Diagnose-Zentrums teilte sie am Montag mit, dass rund 80 Prozent der Institute in Wien und Niederösterreich, wo die Wartezeiten am längsten waren, die Vorgaben inzwischen erfüllt hätten.

Wirtschaftskammer und Sozialversicherungen haben Ende März vereinbart, dass Patienten für CT-Untersuchungen binnen maximal zehn Arbeitstagen und für MRT-Untersuchungen maximal binnen 20 Arbeitstagen einen Termin bekommen müssen. Sowohl in Wien als auch in Niederösterreich liegen derzeit nur noch jeweils zwei bis drei Institute über diesen Fristen, berichtete Rendi-Wagner. Außerdem wurde Transparenz geschaffen, indem bereits 90 Prozent der Anbieter die durchschnittlichen Wartezeiten auf ihren Homepages ausweisen.

Rendi-Wagner: Geldbörse der Patienten dürfe nicht ausschlaggebend sein

Die Gesundheitsministerin zeigte sich zuversichtlich, dass bis Ende des Jahres kein Institut mehr längere Wartezeiten als zehn bzw. 20 Tage aufweisen wird. Anfang 2018 werde evaluiert, ob die Vereinbarung tatsächlich von allen Anbietern vollständig umgesetzt werde. Nicht die Geldbörse der Patienten sondern die medizinische Notwendigkeit müsse ausschlaggebend sein, betonte Rendi-Wagner. Wenn das gewährleistet sei und die Patienten nicht lange warten müssen, sehe sie auch keinen Handlungsbedarf für eine Harmonisierung der unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern bezüglich Chefarztpflicht.

Diagnose-Zentren bekommen mehr Geld

Erreicht wurde die Reduktion dadurch, dass der sogenannte Honorardeckel aufgehoben wurde, mit dem nur eine bestimmte Anzahl an Untersuchungen von den Krankenkassen bezahlt wurde. Die Gesundheitsminister bestätigte, dass nun mehr Geld von den Sozialversicherungen an die Institute fließe. Wie hoch die Mehrkosten ausfallen, könne man aber erst Ende des Jahres beziffern.

Der Geschäftsführer des von Rendi-Wagner besuchten Diagnose-Zentrums, Bernhard Partik, bestätigte, dass er deshalb zusätzliche Mitarbeiter anstellen und die Öffnungszeiten erweitern konnte. Für CT-Untersuchungen gebe es de facto keine Wartezeiten mehr in seinem Institut. Für MRT-Untersuchungen, auf die man früher rund zwei Monate gewartet habe, gebe es nun durchschnittlich innerhalb von zwölf Werktagen einen Termin. In medizinisch dringenden Fällen gehe es noch schneller, bis man einen Termin bekomme.

APA/Red.

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