Warriors glichen im NBA-Finale gegen Cleveland aus

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LeBron James wurde diesmal von den Warriors stärker bewacht
LeBron James wurde diesmal von den Warriors stärker bewacht
In beeindruckender Manier haben die Golden State Warriors in der Finalserie der National Basketball Association (NBA) gegen die Cleveland Cavaliers zum 2:2 ausgeglichen. Die Kalifornier siegten in Cleveland 103:82 und fügten den Gastgebern rund um Superstar LeBron James die vierthöchste Pleite in der NBA-Finalgeschichte zu.


“Ich denke, defensiv waren wir trotzdem ziemlich gut, aber offensiv waren wir furchtbar”, sagte James. Für ihn war die Partie bereits knapp drei Minuten vor Spielschluss beendet. Seine Cavs lagen aussichtslos mit 79:98 hinten, sodass Trainer David Blatt seinen sichtlich erschöpften – und noch dazu angeschlagenen – Ausnahmespieler vom Parkett nahm. Der vierfache MVP war unter dem Korb mit dem Kopf in eine Kamera gekracht und musste genäht werden. “Mir geht es gut. Ich habe ein wenig Kopfschmerzen, aber das hätte wohl jeder, wenn er in eine Kamera rennt”, sagte James.

In den ersten drei Partien der “best of seven”-Serie war Cleveland jeweils besser, diesmal hatten sie gegen famos aufspielende Warriors keine Chance. Gäste-Trainer Steve Kerr hatte eine kleinere Aufstellung gewählt, 2,13 Meter-Center Andrew Bogut auf der Bank gelassen und für ihn Andre Iguodala (1,98 Meter) von Beginn an gebracht. “Der größte Unterschied war nicht die veränderte Start-Aufstellung. Wir haben einfach härter gespielt. Es geht darum, jeden Ballbesitz so zu spielen, als wäre es dein letzter”, sagte Kerr.

Dennoch zahlte sich die Personalie Iguodala für ihn aus. Der Olympiasieger zeigte in der Defensive gegen James eine überragende Leistung – der Cavaliers-Star machte diesmal “nur” 20 Punkte und traf im klar verlorenen Schlussviertel (12:27) gar nicht mehr. In den ersten drei Partien hatte er im Schnitt noch 41 Zähler pro Partie erzielt. “Wir spielen bereits seit zehn Jahren gegeneinander, hatten einige großartige Schlachten. LeBron ist der beste Spieler der Welt, aber wir haben auch viele gute Leute”, sagte Iguodala.

Neben seinen Defensiv-Qualitäten trug Iguodala auch entscheidend zur Offensive bei, war zusammen mit Spielmacher Stephen Curry erfolgreichster Werfer seines Teams (jeweils 22 Punkte). “Iggy war in den ersten vier Spielen unser bester Spieler”, lobte Kerr. Sein Cavaliers-Pendant Blatt räumte ein, dass sein Team diesmal “etwas müde” gewesen sei. Die taktischen Veränderungen des Gegners hätten ihn nicht überrascht, so Blatt. “Sie mussten Anpassungen vornehmen, denn die ersten drei Partien gingen alle in unsere Richtung”, sagte der Coach.

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