Warnung vor Nebenwirkungen bei Arthrose-Mittel Piroxicam

Warnung vor Nebenwirkungen bei Arthrose-Mittel Piroxicam
Die Hersteller des entzündungshemmenden Mittels Piroxicam haben vor starken Nebenwirkungen gewarnt. Piroxicam wird unter anderem bei Gicht, Rheuma, Arthrose und Morbus Bechterew eingesetzt.

Eine Behandlung sollte bei Magen-Darm-Beschwerden oder Hautreaktionen sofort abgebrochen werden, heißt es in einer Mitteilung der Hersteller und Vertreiber von Piroxim-haltigen Medikamenten vom Donnerstag.

Piroxicam ist ein Wirkstoff, der in vielen Medikamenten gleichen Namens enthalten ist. „Es handelt sich um ein zentral zugelassenes Medikament“, erläuterte eine Mitarbeiterin der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) auf APA-Anfrage. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen werde in den nächsten Tagen mit einem offiziellen Schreiben über die neue Entwicklung informieren.

Menschen über 80 Jahre sollten das Mittel nicht mehr erhalten, warnt unterdessen in Deutschland der sogenannte Rote-Hand-Brief für Ärzte. Zudem sollte Piroxicam bei vielen früheren Anwendungsgebieten nicht mehr genommen werden, so beispielsweise bei Gichtanfällen oder Schmerzen nach Operationen oder Zahnbehandlungen. Es sollte lediglich noch gegen Symptome einer sehr schmerzhaften Arthrose, rheumatoiden Arthritis und von Morbus Bechterew gegeben werden. Ansonsten sollte ein Arzt Nutzen und Risiko abwägen.

Zu den Produzenten des Medikaments Piroxicam gehören unter anderem AbZ-Pharma (Blaubeuren), Aliud Pharma (Laichingen), Hexal (Holzkirchen) Ratiopharm (Ulm), Sandoz Pharmaceuticals (Holzkirchen) und Stadapharm (Bad Vilbel).

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