Waldbrandgefahr in Ostösterreich wegen Hitze: “Oft fehlt das Bewusstsein”

In Ostösterreich kann es in nächster Zeit zu Waldbränden kommen.
In Ostösterreich kann es in nächster Zeit zu Waldbränden kommen. - © Pressestelle BFK Mödling/Sujet
Folge der Hitzewelle: Angesichts der heißen Temperaturen steigt die Gefahr von Waldbränden. Sollten die Prognosen für die kommenden Tage halten, gilt dies speziell für jene Gebiete in Ostösterreich, die von Gewittern und Niederschlag verschont bleiben, aber mit aufkommendem Wind rechnen. Im Freien sollte man daher gewisse Vorsorgemaßnahmen beachten.

Das sagte Harald Vacik vom Institut für Waldbau an der Wiener Universität für Bodenkultur.

Derzeit sei die Situation “noch nicht so extrem” wie Mitte Juli, als es infolge der ersten Hitzewelle besonders im Nordosten Österreichs brenzlig war, erläuterte der Experte am Mittwoch. Diese Gefahr manifestierte sich dann auch in zahlreichen Flurbränden – mit 144 Waldbränden hat das Institut für Waldbau bis Ende Juli bereits fast so viele wie im gesamten Jahr 2014 registriert.

Waldbrände: “Bewusstsein oft nicht da”

Mit einer ähnlichen Ausgangslage ist laut Vacik “in den nächsten fünf, sechs Tagen” zu rechnen. Er appellierte daher, bei Aufenthalten im Freien gewisse Vorsorgemaßnahmen zu beachten: “Das Bewusstsein ist bei vielen nicht da. Das ist das Hauptproblem. In Österreich sind 50 Prozent der Waldbrände natürlichen Ursprungs, etwa durch Blitzschlag. Beim Rest spielt der Faktor Mensch eine entscheidende Rolle.”

Wer im Freien grillt, sollte sich vergewissern, dass nach dem Verspeisen des Grillguts die Glut auch tatsächlich gelöscht ist. Dass man beim Spazierengehen, Bergwandern oder Entspannen am Seeufer Zigarettenstummel nicht achtlos wegwirft, sollte sich von selbst verstehen. Autos sollte man jenseits der 30 Grad auch nicht auf einer Wiese parken. “Der erhitzte Katalysator könnte sich entzünden”, so Vacik.

Grundsätzlich treten Waldbrände vermehrt an Wochenenden auf, wenn die Bevölkerung mehr Zeit für Aktivitäten im Freien hat. Eher betroffen sind Ballungsgebiete mit einer entsprechenden Populationsdichte und touristische Hotspots und nicht einsame und abgelegene Wälder.

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(APA)

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