Wahlkampf-Get-Together der FPÖ am Schwedenplatz: Bürger unbeeindruckt

Wien-Wahl: Die FPÖ lockt - nicht immer nur die Massen
Wien-Wahl: Die FPÖ lockt - nicht immer nur die Massen - © APA/HERBERT NEUBAUER –
Wahlkampf in Wien bedeutet nicht unbedingt Hektik, Massenandrang und aufgeheizte Stimmung. Das zeigte am Freitag, den 2. Oktober eine Veranstaltung der FPÖ am Schwedenplatz.

Auch Wahlveranstaltungen der FPÖ können eher unspektakulär verlaufen. Die Blauen haben am Freitagnachmittag zu einem “Speakers Corner” am Schwedenplatz geladen. Die meisten Passanten zeigten sich davon eher unbeeindruckt. Und indirekt war sogar die Liste “Wir Im Ersten” involviert.

Wahlkampf-Get-Together der FPÖ

Der Auftakt zum lauschigen Wahlkampf-Get-Together erfolgte – anders als bei den freiheitlichen Groß-Events, wo gerne John Otti aufspielt – mit Musik vom Band. Wobei auf klassische Schlagermusik verzichtet wurde: Zum Auftakt ertönte Queens “Radio Gaga”. Gleichzeitig wurde mit der Verteilaktion begonnen. Feuerzeuge, Kulis und natürlich Folder fanden durchaus Absatz. Nur wenige Menschen schlugen die Präsente dezidiert aus.

WIEN-WAHL: FP…-STAND AM SCHWEDENPLATZ

Manche kamen auch unmittelbar zum eigens aufgebauten Stand, um sich persönlich mit Goodies einzudecken – Frauen mit Kopftuch genauso wie Kids oder Anzugträger. Die FPÖ-Wahlhelfer hatten sogar einen benachbarten Dreiecksständer mit Ballons verziert, wenn auch einen der Liste “Wir Im Ersten”.

“Speakers Corner” der FPÖ

“Speakers Corner” bedeutete: Funktionäre der Freiheitlichen aus verschiedenen Bezirken machten eine Tour de Force durch das blaue Wahlprogramm. Der Obmann im ersten Bezirk, Georg Fürnkranz, zeigte sich dabei zuversichtlich, dass “70 Jahre Sozialismus” in Wien bald ein Ende finden könnten. Diesmal habe die FPÖ die Chance, die “Dinge zum Besseren zu wenden”, versicherte er.

WIEN-WAHL: FP…-STAND AM SCHWEDENPLATZ

Auch verlorene Parkplätze, Demos am Ring, rumänische “Bettlerbanden” oder die Sicherheit in der U-Bahn wurden in den diversen Reden thematisiert. Sowie natürlich: Die Flüchtlingskrise. Rathaus-Klubobmann Johann Gudenus berichtete von den am Freitagnachmittag bekannt gewordenen Ruhr-Erkrankungsfällen (Shigellen-Ruhr, Anm.). Davon habe die FPÖ immer gewarnt, ließ er die – inzwischen deutlich mehr gewordenen – Zuhörer wissen.

Ganz ohne Störaktionen verlief die Kundgebung vor der Wien-Wahl aber nicht. Ein Passant machte mit lautstarken Rufen (“Jesus Christus wird uns alle retten”) auf sich aufmerksam. Anwesende Bewohner des ersten Bezirks versicherten jedoch, dass er die Parole auch an Tagen verbreite, an denen keine politischen Aktivitäten auf dem Programm stehen.

(APA)

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