Wahlkampf: Als würde Milch und Honig fließen

Wahlkampf: Als würde Milch und Honig fließen
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Von Johannes Huber: Wenige Tage vor der Wahl kündigen Bürgermeister Michael Häupl und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (beide SPÖ) die Errichtung neuer Gemeindebauten an. Zuvor hatte Häupl bereits erklärt, dass ab Oktober zusätzliche 1000 Polizisten auf den Straßen unterwegs sein werden. Was will man mehr?

Zwischendurch wird eine weitere Straßenbahnlinie für Floridsdorf in Aussicht gestellt („32er“). Und auch FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache schläft nicht: Rathausbeamte müssten sich unter seiner Führung keine Sorge machen; er gewähre ihnen eine Jobgarantie, lässt er beispielsweise wissen. Und städtische Betriebe würde er nicht privatisieren.In Wahlkampfzeiten tun Politiker gerne so, als würden Milch und Honig fließen, wäre also Geld genug vorhanden. Dabei sitzt die Stadt allein bereits auf einem Schuldenberg von 4,88 Milliarden Euro (Stand: 31. Dezember 2014). Ausgelagerte Einrichtungen sind da noch nicht berücksichtigt.

So verlockend all die Versprechungen klingen, sie sind mit Vorsicht zu genießen: Irgendwo werden letzten Endes wieder Sparmaßnahmen notwendig werden, die wiederum alle Bürger (bzw. Wähler) zu spüren bekommen werden.

Alles rund um die Wien-Wahl 2015.

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