Vorbehalte Frankreichs verzögern Verkündung von Iran-Atom-Deal in Wien

IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano
IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano - © APA
Noch keine Einigung in Wien erzielt: Vorbehalte Frankreichs verzögern nach Angaben aus Diplomatenkreisen die für Samstag erwartete Ankündigung der endgültigen Beilegung des Atomstreits mit dem Iran.

Die Regierung in Paris stimme sich eng mit Verbündeten, unter anderem Israel, ab und dränge darauf, die verbliebene Skepsis über einige Punkte des iranischen Atomprogramms zum Ausdruck zu bringen, hieß es.

Atom-Deal in Wien vor Abschluss

In Wien wird derzeit die Veröffentlichung des Abschlussberichtes der internationalen Atombehörde IAEA erwartet, die dem Iran die Einhaltung der Auflagen zur Beschränkung und Kontrolle seines Atomprogramms bescheinigen soll. Gibt die IAEA grünes Licht, sollen die EU und die USA ihre Sanktionen gegen den Iran fallenlassen. In Paris habe man aber weiter Bedenken was das Raketenprogramm des Iran und die restlose Aufklärung der möglichen militärischen Dimension früherer Atomaktivitäten angehen, hieß es aus Diplomatenkreisen.

Einigung zwischen Westen und Iran erwartet

Die Verkündung einer Einigung soll den seit mehr als einem Jahrzehnt andauernder Streit zwischen dem Westen und dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm beenden. Westliche Staaten warfen dem Iran lange vor, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

(apa/red)

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