30. Juli 2012 06:21; Akt.: 30.07.2012 06:31

Vorarlbergs Wirtschaft trotzt dem Abschwung

Die Stabilisierung am Vorarlberger Bau im Jahr 2011 scheint sich auch 2012 fortzusetzen. Die Stabilisierung am Vorarlberger Bau im Jahr 2011 scheint sich auch 2012 fortzusetzen. - © Ludwig Berchtold
von VN/Ernest Enzelsberger - Bregenz – Dynamische Industrie und Dienstleistungssektor sorgen für niedrige Arbeitslosenraten.

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Die Vorarlberger Wirtschaft liegt im Vergleich mit den österreichischen Bundesländern sehr gut. Das stellen die Nationalökonomen der Bank Austria in einem aktuellen Bundesländervergleich fest. Daraus folgern sie: Insgesamt könnte trotz Rezession im Euroraum Vorarlberg 2012 um rund ein Prozent wachsen und wäre damit nach der Steiermark an zweiter Stelle in Österreich und über dem erwarteten Durchschnitt von 0,8 Prozent.Zum Vergleich betrug das Wachstum in Vorarlberg im Vorjahr 3,3 Prozent.

„Auch wenn die wirtschaftliche Dynamik, so wie in Österreich insgesamt, im ersten Halbjahr sich auch in Vorarlberg abgeschwächt hat, die Beschäftigung steigt weiterhin. Vorarlberg geht es besser als dem Durchschnitt in Österreich.“ So Hans Winter, Landesdirektor Cor­porate & Investment Ban­king der Bank Austria in Vorarlberg, zu den VN.

Und Winter weiter: „Vorarlberg hat mit 5,6 Prozent weiterhin eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Österreich (hinter Oberösterreich und Salzburg, erkennbar vor Tirol und der Steiermark). Dies verdankt Vorarlberg nicht nur einer etwas dynamischeren Industrie, sondern vor allem dem Dienstleistungssektor. Hier beträgt das Beschäftigungswachstum 2,2 Prozent.“

Industriehochburg

Laut der Untersuchung ist der Vorarlberger Anteil an der österreichischen Wertschöpfung im Bereich der Industrie und im Tourismus besonders hoch (siehe Grafik). Oberösterreich, Vorarlberg und die Steiermark sind demnach die Industriehochburgen, Wien das Dienstleistungszentrum Österreichs. Die Vorarlberger Industrieproduktion begann das Jahr 2012 mit einer im Österreichvergleich recht günstigen Entwicklung und einem leichten Plus in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr.

Vorarlberg ist als Industriehochburg auch ein besonders stark exportorientiertes Bundesland. Das ehemalige Textil-Ländle ist mittlerweile zu einem breit gefächerten Anbieter von Produkten im oberen Qualitäts- und Technologiesegment geworden und vertraut wirtschaftlich auch stark auf den Tourismus. Wie es weiter heißt, verzeichnet Vorarlberg weiterhin eine überdurchschnittlich hohe Beschäftigungsdynamik. In den ersten fünf Monaten betrug der Anstieg durchschnittlich 1,7 Prozent gegenüber dem Österreich-Schnitt mit 1,6 Prozent, ist damit jedoch mittlerweile spürbar schlechter als im Gesamtjahr 2011.

Stabilisierung am Bau

Im Jahresvergleich steigt auch die Beschäftigung im Dienstleistungsbereich in Vorarlberg weiter und seit Jahresbeginn 2012 sogar stärker als im österreichischen Durchschnitt. Von Jänner bis Mai ergab sich ein Plus von 2,2 Prozent im Jahresvergleich.

Die Stabilisierung am Vorarlberger Bau im Jahr 2011 scheint sich auch 2012 fortzusetzen. Im Jahresvergleich weist die Bauproduktion für Jänner bis März durchschnittlich ein Plus von einem halben Prozent auf.



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