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Vorarlberger Künstler Jäntsch verlässt Palermo und zieht nach Berlin

Nach Zwangsräumung seines Ateliers im Herzen der sizilianischen Hauptstadt
Nach Zwangsräumung seines Ateliers im Herzen der sizilianischen Hauptstadt ©VOL.AT/Steurer
Nach 19 Jahren verlässt der Vorarlberger Künstler Uwe Jäntsch die Stadt Palermo und zieht nach Berlin.

Diesen Beschluss fasste er nach der Zwangsräumung von Palazzo Mazzarino, einem verfallenen Palast auf dem Platz Garraffello im Herzen der sizilianischen Hauptstadt, in dem er sein Atelier eingerichtet hatte, berichteten italienische Medien am Montag.

Seit 1999 lebte Jäntsch in dem Gebäude. “Heute ist mein letzter Tag hier. Man will dieses Gebäude abbauen, um aus dem Areal ein Wohnviertel zu machen. Dieser Palazzo inmitten des traditionsreichen Viertels Vucciria wird immer in unserem Herzen bleiben”, berichtete der Künstler, der mit seiner Lebensgefährtin nach Berlin ziehen wird.

Das Gebäude, in dem sich Jäntschs Atelier befand, soll von einem Konsortium von Bauunternehmern mit der Unterstützung der Gemeinde Palermo restauriert werden, berichteten lokale Medien. Aus Sicherheitsgründen müsse das verfallene Gebäude geräumt werden, das dringend Konsolidierungs- und Restaurierungsarbeiten unterzogen werden müsse, teilte die Gemeinde Palermo mit.

Illegale Besetzung des Gebäudes vorgeworfen

Wegen Jäntschs Weigerung, das Gebäude zu räumen, musste der Beginn der Renovierungsarbeiten monatelang verschoben werden. Jäntsch beklagte eine Strategie, um die Einwohner der Gegend zu vertreiben. Das Konsortium, das einige Palazzi auf dem Garraffello-Platz erworben hatte um sie zu renovieren, hatte Jäntsch illegale Besetzung des Gebäudes vorgeworfen. Der Künstler hatte die Beschuldigung zurückgewiesen und sich geweigert, seine Wohnung und Atelier zu verlassen. Wegen der von der Gemeinde angeordneten Zwangsräumung des Gebäudes muss er jetzt den Palazzo verlassen.

Jäntsch ist bekannt für außergewöhnliche Aktionen oder Eingriffe, wie er sie nennt. Meist sucht er sich dafür Orte aus, die – im öffentlichen oder halb-öffentlichen Raum gelegen – in Vergessenheit geraten sind oder absichtlich ignoriert werden. So bespielte Jäntsch etwa in Palermos Altstadt die Ruinen mehrerer Palazzi.

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