Von “Warcraft” bis “The Witch”: Die Kinohighlights im Mai

Von Christoph Stachowetz
Ein kommendes Highlight im Mai: "Warcraft: The Beginning"
Ein kommendes Highlight im Mai: "Warcraft: The Beginning" - © UPI
Der kommende Mai ist vollgestopft mit Filmen für jeden noch so speziellen Geschmack: Von der Videospieladaption “Warcraft: The Beginning”, dem Gangster-Thriller “Triple 9” bis hin zum Comic-Blockbuster “X-Men: Apocalypse” ist alles dabei. Das sind die Kinostarts im Mai.

“Tangerine” (04.05.)

Eine Tragikomödie über eine Transgender-Prostituierte, die am Weihnachtsabend in Los Angeles auf der Suche nach ihrem Zuhälter ist, der ihr das Herz gebrochen hat? Klingt sehr speziell und ungewöhnlich, ist es dann gleich noch mehr in Hinsicht auf die Machart des Films selbst. Regisseur und Drehbuchautor Sean Baker hat “Tangerine” nämlich ausschließlich mittels Smartphone aufgenommen, was man dem Werk überhaupt nicht ansieht. Ein internationaler Publikumshit, der auch die Fachpresse beeindrucken konnte.

“A Bigger Splash” (05.05.)

Wenn ein berühmter Rockstar (Tilda Swinton) und ein Filmemacher (Matthias Schoenaerts) auf einer abgelegenen italienischen Insel gemeinsam die mediterrane Sonne genießen, muss Konflikt fast vorprogrammiert sein. Dieser kommt dann auch in Form von einer alten Bekanntschaft (Ralph Fiennes) samt Tochter (Dakota Johnson). Das im Erotik-Thriller “A Bigger Splash” Themen wie Eifersucht, Verlangen und Gefahr zentral sind, kann so ebenfalls angenommen werden.

“Triple 9” (05.05.)

“Triple 9”, also 999, ist der Polizeicode für einen Polizistenmord, soviel vorweg, um sich von der Richtung des Films ein Bild machen zu können. Regisseur John Hillcoat (“Lawless”, “The Road”) hat sich für seinen Gangster-Action-Thriller eine fantastische Besetzung zusammengesucht: Von Casey Affleck, Woody Harrelson und Kate Winslet hin zu Norman Reedus, Aaron Paul und Anthony Mackie finden sich Talente, die einem Genre-Stück wie diesem den nötigen Verve verleihen können. Wenn dann auch noch korrupte Cops und eine hinterlistige Gangsterbande im Fokus der Erzählung stehen, darf man sich wohl auf feine Unterhaltung freuen.

“Angry Birds – Der Film” (13.05.)

Videospielverfilmungen sind immer eine schwierige Angelegenheit: Einerseits gibt die Handlung des Spiels oftmals nicht genügend Stoff für einen einigermaßen interessanten Film ab, andererseits ist natürlich auch die fehlende Interaktionsmöglichkeit für den Zuseher unbefriedigend. So stellt sich natürlich die Frage, was man sich von “Angry Birds – Der Film” im Vorfeld erwarten sollte. Zumindest findet sich beim Animationsfilm eine nette Synchronsprecher-Besetzung (im Original): Peter “Tyrion Lannister” Dinklage, Bill Hader, Jason Sudeikis und Sean Penn leihen den knuddeligen Vögeln ihre Stimme. Und wer wissen will, warum die Angry Birds so grantig sind, findet hier seine Antwort.

“Vor ihren Augen” (19.05.)

Bei “Vor ihren Augen” handelt es sich um ein Remake des 2009 Oscar-prämierten Mystery-Thriller “El secreto de sus ojos”, in dem ein Mordfall eine FBI-Ermittlerin gewaltig aus der Bahn wirft. Darüber hinaus bemerkenswert ist auch die Tatsache, das zwei Größen Hollywoods , die seit Jahrzehnten erfolgreich im Filmgeschäft tätig sind, endlich mal aufeinandertreffen: Nicole Kidman und Julia Roberts. Ebenfalls mit dabei ist Chiwetel Ejiofor in der männlichen Hauptrolle.

“The Witch” (19.05.)

Im Original hat “The Witch” noch den Beisatz “A New-England Folktale” verpasst bekommen, was natürlich recht treffend ist. Denn es handelt sich bei dem Film weniger um einen billigen Schocker aus der 1000mal-gesehen-Sparte, sondern um einen überaus atmosphärischen Thriller mit historischem Charakter. Letzteres vordergründig angesichts der Erzählzeit der Handlung, die inden 30er Jahren des 17. Jahrhunderts in Neu England spielt. Eine Familie begibt sich mehr oder weniger freiwillig auf die Suche nach passendem Farmland, um dort einen neue Existenz aufzubauen. Doch merkwürdige Umstände lassen das anfängliche Glück schnell verblassen und Chaos sowie Misstrauen übernimmt schnell Überhand. Sollte man sich übrigens auf jeden Fall im Original ansehen.

“X-Men: Apocalpyse” (20.05.)

Ein neuer Monat, ein neuer Mega-Blockbuster aus dem Hause Marvel: Nach “The First Avenger: Civil War” folgt nun der nächste Streich, diesmal mit Mutanten. Das mehr oder minder frisch gerebootete Franchise (nun mit Jennifer Lawrence, Michael Fassbender, James McAvoy, Nicholas Hoult) wird allem Anschein nach auf eine ähnliche Bewährungsprobe gestellt wie jenes der Avengers zuvor, denn auch hier stehen einstmalige Verbündete plötzlich auf gegenüberliegenden Seiten. Der Titel selbst ist übrigens auch Name des Ober-Bösewichts und ersten bzw. stärksten Mutanten überhaupt, gespielt von Oscar Isaac (“Ex Machina”).

“Zlatan” (20.05.)

Zlatan Ibrahimović ist sicher einer der besten bzw. erfolgreichsten Fußballer, der jemals in der Sportart tätig war. Logisch, das ein Biopic zum Ausnahmestürmer mit Ego-Überschuss Sinn macht. Von seinen Anfängen als junges, hungriges Talent im schwedischen Malmö bis hin zu seinem kometenhaften Aufstieg quer durch die besten internationalen Clubs zeigt “Zlatan” einen Blick hinter die Kulissen des Superstars.

“Warcraft: The Beginning” (26.05.)

2016 ist vermutlich schon jetzt das Jahr der Videospielverfilmungen: Im April wurde das Kinopublikum mit “Ratchet & Clank” beglückt, im Mai folgen nun gleich zwei Werke, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wo “Angry Birds” einen knuddelig-süßen Anspruch an sich reißt, versucht das epochal anmutende “Warcraft: The Beginning” den Zuseher mit gigantischen Schlachten in ein ebensolches Fantasy-Universum zu ziehen (Die Spieleranzahl der Vorlagen ist aber zumindest bei beiden gleich groß). Regie führt Duncan Jones (“Moon”, “Source Code”), dessen weitere Karriere wohl stark von diesem Film beeinflusst werden könnte. Ein spannendes Experiment, immerhin.

“Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln” (26.05.)

Keine Überraschung: Johnny Depp ist mal wieder stark geschminkt mit aburder Haartracht und ebensolcher Kopfbedeckung in einem Blockbuster zu sehen. Gut, in der Figur des verrückten Hutmachers war da auch nichts anderes zu erwarten. Die Fortsetzung von “Alice im Wunderland” bringt abseits von Depp erneut Starpower in Form von Anne Hathaway, Mia Wasikowska, Helena Bonham Carter, Michael Sheen und in einer seiner letzten (Sprech-)Rollen Alan Rickman. Die Karten werden in “Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln” neu gemischt, mit Sasha Baron Cohen als ausgewöhnlich kreativer Bösewicht, der personifizierten Zeit.

(Red.)

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