Von “Good Time” bis “Justice League”: Die Kinohighlights im November

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Ein weiterer DC-Blockbuster? Im November startet die "Justice League" im Kino - © Warner Bros.

Der November läutet neben der kalten auch die dunkle Jahreszeit ein, was liegt angesichts dessen also näher, einen Kinobesuch zu unternehmen? Von hochgelobten Indie-Dramen wie “Good Time” zu schrägen Horror-Genremixen wie “The Square” bis zum epischen Comicblockbuster “Justice League” ist alles dabei, was das Publikum begehrt.

Good Time (3.11.)

Ein Banküberfall mitten in der New Yorker Stadtviertel Queens geht schief und das Unglück folgt Robert Pattinson daraufhin auf Schritt und Tritt: Das mehrfach ausgezeichnete Kleinkriminiellen-Drama “Good Time” verdreht seinen Titel ad absurdum und lässt den Zuseher die gesamte Laufzeit über nicht zu Atem kommen. Absolute Empfehlung, vor allem dank der brillanten Performance seitens Pattinson. Die Kritik zum Film ist hier zu finden.

Licht (10.11.)

Barbara Alberts neuestes Werk begibt sich in die Wiener Salons des späten 18. Jahrhunderts: Die blinde, aber auszeichnete Pianistin Maria Theresia Paradis erhält von einem Wunderheiler eine Behandlung, die sie langsam wieder sehen lässt. Mit zunehmender Sehkraft scheint jedoch das Talent der 18-Jährigen zu schwinden, Intrigen folgen. Ein wunderbares Biopic mit pompöser Ausstattung und grandioser schauspielerischer Leistung aller Akteure. Hier zur ausführlichen Kritik.

Mord im Orient Express (10.11.)

Hercule Poirot ermittelt: Niemand geringeres als Kenneth Branagh führt in der opulenten Agatha Christie-Verfilmung Regie und setzt sich zudem auch noch als Meisterdetektiv selbst in Szene. Natürlich darf auch die restliche Besetzung beeindrucken: Neben Altstars wie Johnny Depp, Michelle Pfeiffer, Judi Dench und Willem Dafoe kommen auch aufstrebende Schauspieler wie etwa Daisy Ridley zum Einsatz.

Suburbicon (10.11.)

Jahrzehnte sind seit dem ersten Entwurf vergangen, nun hat das Drehbuch der Coen-Brüder endlich den Weg auf die große Leinwand gefunden. Zusammen mit Grant Heslov (“Good Night, and Good Luck”, “The Ides of March”) zeichnet George Clooney nun für die Umsetzung verantwortlich, die bitterböse Vorstadt-Satire stellt zudem auch Clooneys sechsten Film als Regisseur dar. Matt Damon übernimmt die Hauptrolle, ihm zur Seite wird die großartige Julianne Moore sowie Oscar Isaac gestellt.

Justice League (16.11.)

Große Ambitionen, ein ebenso bemessenes Budget, bisher jedoch eher überschaubarer Erfolg (bei den Kritikern): Das vergleichsweise düster-morbide DC Extended Universe vermag bislang nicht den Erfolg der direkten Marvel-Konkurrenz erlangt zu haben, dank des jüngsten Einsatzes von “Wonder Woman” besteht jedoch Hoffnung. Entscheidend wird zweifellos der ersten gemeinsame Auftritt der “Justice League” sein, in der Batman (Ben Affleck), Aquaman (Jason Momoa), Wonder Woman (Gal Gadot), Flash (Ezra Miller) und Cyborg (Ray Fisher) gegen Superbösewicht Steppenwolf samt Dämonenhorden antreten werden.

The Square (17.11.)

Cineasten wird der Name Ruben Östlund schon seit einiger Zeit ein Begriff sein: Mit seinem hervorragenden, schwarzhumorigen Sozialdrama “Force Majeure” hat der schwedische Filmemacher Eindruck hinterlassen, nun darf der Mann sein Können abermals mit “The Square” unter Beweis stellen. Wobei: Die goldene Palme von Cannes in diesem Jahr sollte im Vorfeld schon die Qualität des Films ausweisen, oder?

Battle of the Sexes (24.11.)

Der Kampf der Geschlechter, von Steve Carell und Emma Stone auf dem Tenniscourt ausgetragen: In “Battle of the Sexes” wird die wahre Gegebenheit von 1973 humorvoll rekonstruiert und gekonnt auf die Leinwand gebannt, das Regieduo von “Little Miss Sunshine”, Jonathan Dayton und Valerie Faris, haben sich der erzählenswerten Geschichte angenommen.

Detroit (24.11.)

Nicht minder erzählenswert ist die Rahmenhandlung von Kathryn Bigelows neuem Werk, “Detroit”: Hierbei wird nämlich einer der größten Bürgeraufstände in der Geschichte der USA in den Fokus gerückt. Die nach einer Polizeirazzia ausgelösten Unruhen forderten mehr als 40 Todesopfer und über 1100 Verletzte. Ein Stück Zeitgeschichte, gewohnt gekonnt von Bigelow in Szene gesetzt.

Coco (30.11.)

Der neue Film aus dem Hause Pixar verspricht schon im ersten Trailer ein knallbunter Spaß zu werden: In “Coco” dreht sich alles um den mexikanischen “Día de los Muertos” bzw. “Tag der Toten”. Im Animationsfilm wird Protagonist Miguel per Zauber in die Welt der Toten versetzt, die hier aber keineswegs düster dargestellt wird. Zudem befindet sich Miguel auf der Suche nach seinem schon vor langer Zeit verstorbenen Ururgroßvater Ernesto de la Cruz, da kommt ihm die (vergnügliche) Reise wohl gelegen.

Teheran Tabu (30.11.)

Schon bei der diesjährigen Viennale konnte “Teheran Tabu” sein Publikum begeistern: Die deutsch-österreichische Produktion zeigt mittels ungewöhnlicher optischer Gestaltung – ein Mix aus Motion Capture und Rotoskopie a la “A Scanner Darkly” oder “Waking Life” – ein Gesellschaftsdrama rund um mehrere selbstbewusste Charaktere, die in der von Mullahs kontrollierten iranischen Metropole in einer Parallelwelt um Gleichbehandlung und Selbstbestimmung ringen.

(Red.)