Volles Rohr für’s Wiener Wasser

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Umweltstadträtin Ulli Sima und MA31-Chef Wolfgang Zerobin
Umweltstadträtin Ulli Sima und MA31-Chef Wolfgang Zerobin - © Alex Halada / PID
Das Wiener Wasser ist weltweit einzigartig – so sauber ist es sonst nirgends. Damit das auch so bleibt, werden 50 Millionen Euro in die Erneuerung der Wiener Wasserrohre fließen.

Auf dem Erneuerungsprogramm stehen heuer unter anderem wichtige Trinkwasserschlagadern, von deren Funktionstüchtigkeit gleich ganze Stadtregionen abhängig sind. “Neben dem Rohrnetz werden etwa auch 330 Kilometer Hochquellenleitungen, 130 Aquädukte und 31 Wasserbehälter laufend in Bestzustand gehalten”, sagt Wolfgang Zerobin, Chef der MA 31-Wiener Wasserwerke.

Die Projekte für’s Wiener Wasser im Detail

  • Am Gürtel werden die Rohre saniert, die Arbeiten werden in Abschnitte unterteilt. Der erste beginnt im April, enden im September und finden, so irgend wie möglich, in der Nacht statt. In weiterer Folge am Äußeren Gürtel in den Bereichen Jörgerstraße bis vor den Westbahnhof sowie vom Lerchenfelder Gürtel bis zur Alserstraße. Damit werden die Arbeiten dann endgültig 2015 abgeschlossen sein.
  • Im Bereich der Hauptstraße Grinzinger Allee werden um rund 4 Millionen Euro Wasserrohre neu verlegt. Diese Wasserleitung ist eine Schlagader für die flächendeckende Trinkwasser-Versorgung Wiens, von der die Bezirke Leopoldstadt, Brigittenau, Floridsdorf und Donaustadt mit rund einer halben Million Einwohner abhängen.
  • Aktuell und bis in den Spätsommer 2012 werden Wasserrohre in Ottakring rund um die Enenkelstraße getauscht. Diese Wasserleitungen stellen eine wichtige Verbindung zwischen der Mündung der II. Hochquellenleitung und dem komplexen Rohrnetz zur Wasserversorgung der nördlichen Teile Wiens dar. Täglich werden so 20 Millionen Liter quellfrisches Trinkwasser in die Wohnungen von rund 90.000 WienerInnen transportiert.
  • Zusätzlich zu diesen (und vielen kleineren) Maßnahmen werden auch die Aquädukte Liesing und Baden saniert.

Die Daten zum Wiener Wasser

Um eine Stadt wie Wien auch an brütend heißen Sommertagen lückenlos mit frischem Wasser zu versorgen, ist eine beeindruckende Infrastruktur notwendig.

330 km Hochquellenleitungen bis Wien
3.000 km Rohrnetz in Wien
12.000 Hydranten
102.000 Hausanschlüsse = 102.000 Wasserzähler
230 Trinkbrunnen entlang von Straßen und Gehsteigen
58 Monumental- und Denkmalbrunnen
130 Aquädukte
70 Wasser- und Quellfassungen in den Quellgebieten
20 Wasserfassungen in und um Wien (Lobau, Nußdorf, Moosbrunn, Pragerstraße)
675 km² großes Wasserschongebiet im Quellengebiet, davon Eigengrund 326 km² (fast so groß wie die Fläche von Wien = 415 km²) bewirtschaftet durch die MA49-Forstamt- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien
82 km Gebirgsstollen an den beiden Hochquellenleitungen
11 E-Kraftwerke in den Quellgebieten und 1 E-Kraftwerk in Wien (Wittgensteinstraße) – Stromproduktion gesamt: 15 Mio. kWh pro Jahr
19 Düker (Talquerungen, Länge zwischen 90 m und 1.600 m)
31 Wasserbehälter (29 Wien, 1 Neusiedl am Steinfeld, 1 Moosbrunn)
    Gesamtes Behältervolumen aller Wasserbehälter: 1,6 Mio. m³
24 Pumpwerke

Die Versorgung mit Wiener Wasser erfolgt rund um die Uhr, jeden Tag, vollkommen lückenlos.

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