Volksschuldirektor in Frankreich gestand Missbrauch

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Ein Volksschuldirektor in Frankreich hat den sexuellen Missbrauch mehrerer seiner Schülerinnen gestanden. Der 45-Jährige gab die Taten in Polizeigewahrsam zu, wie die Staatsanwaltschaft der ostfranzösischen Stadt Vienne nahe Lyon am Dienstag mitteilte. Der Leiter einer Volksschule in Villefontaine soll mehrere Mädchen zum Oralsex genötigt haben.


Weil der Familienvater in der Vergangenheit wegen Hehlerei von Kinderpornografie verurteilt worden war und trotzdem Volksschuldirektor werden konnte, wurde auch eine Behördenermittlung eingeleitet. Der Mann war zu Beginn des Schuljahrs 2014 Direktor der Volksschule in Villefontaine geworden, an der er dann auch unterrichtete.

Vergangenen Freitag alarmierten die Eltern zweier sechsjähriger Mädchen die Polizei. Der Direktor soll die Mädchen zum Oralsex genötigt haben – bei einer Art Spiel, bei dem die Kinder mit verbundenen Augen den Geschmack von Gegenständen beschreiben sollten. Bis Dienstagabend lagen neun Anzeigen gegen den Mann vor.

Der Direktor wurde am Montag festgenommen und leugnete die Vorwürfe zunächst, bis er seine Taten schließlich zugab. Am Mittwoch soll er einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden; dann dürfte er formell beschuldigt werden. 2008 war der Mann wegen Hehlerei von kinderpornografischen Bildern zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein Verbot, mit Kindern zu arbeiten, wurde damals aber nicht gegen ihn verhängt.

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