Visionen der Welt von Morgen im Zeichen der e-Mobility

Visionen der Welt von Morgen im Zeichen der e-Mobility
© dpa/Bildfunk
Eines der wichtigsten Themen, die unsere Gesellschaft zur Zeit beschäftigen, ist der Begriff e-Mobility. Jeder hat schon davon gehört, viele haben darüber nachgedacht, aber wer von uns hat schon ernsthaft den Schritt gewagt, diesen Begriff zu leben? Was würde es bedeuten, einen Schritt in diese Richtung zu machen?

In diesem Artikel möchten wir uns dieser Vision hingeben und versuchen zu erörtern, was es bedeuten würde, wenn wir uns in diese Richtung bewegen würden. Mal angenommen, wir sind Bewohner einer Großstadt wie Wien. Jene Stadt mit der vermeintlich höchsten Lebensqualität auf diesem Planeten. Doch seien wir uns doch mal ehrlich, so richtig toll ist es nicht immer, oder? Die  Straßen sind voll, die Luft ist oftmals stickig, die Umgebung ist laut, man bekommt nie einen Parkplatz wenn man ihn braucht, die Steuern für unsere Autos sind hoch und eine Tankfüllung kostet uns trotz niedrigen Ölpreisen ein kleines Vermögen. Sind das jene Eckpunkte, die unsere Lebensqualität steigern, oder steigern diese Sachverhalte eigentlich nur unseren Frust und unsere Unzufriedenheit? Doch wie kann man daraus entkommen?

Angenommen wir würden unsere fahrbaren Untersätze gegen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben eintauschen. Dabei wollen wir uns gar nicht darauf festlegen, ob es ein Auto, ein Fahrrad oder ein Motorrad ist. (Diesen einzelnen Möglichkeiten werden wir uns in weiterer Folge in dieser Artikelserie widmen.) Würden wir diesen Schritt wagen, dann gäbe es unmittelbar einige Auswirkungen, welche uns das Leben versüßen würden. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren erzeugen bekanntlich einen hohen Lärmpegel. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, wie z.B. einem Elektroantrieb, sind hingegen sehr leise. Fast schon zu leise, da man bis auf das Abrollgeräusch der Reifen und den Luftwiderstand nichts mehr zu hören bekommt. Ein Thema, welches die Sicherheit und unser Verhalten im öffentlichen Raum zukünftig vermeintlich prägen wird. Der größte Gewinn für uns alle wäre, dass es plötzlich auf unseren Straßen nicht mehr laut wäre.

Das ist eine Vision, mit der wir uns durchaus anfreunden könnten. Doch die Realität sieht derzeit leider anders aus. Man stelle sich den Wiener Gürtel oder die Süd-Ost-Tangente an einem Montagmorgen im Berufsverkehr vor. Eine elendig lange Blechschlange schiebt sich Zentimeter für Zentimeter voran. Wir sitzen in unseren Autos, die Fenster sind geschlossen, die Klimaanlage auf Umluft geschaltet, da es draußen viel zu laut ist und außerdem nach Abgasen stinkt. Oder wir sind Anwohner einer dieser Bezirke, haben vielleicht ausnahmsweise mal das Glück ausschlafen zu können, wachen auf und öffnen das Fenster zum Lüften. Oh mein Gott sind die Straßen heute wieder überlastet, laut und stinkig…. Wäre es da nicht eine schöne Vorstellung, wenn wir eine Menge an Fahrzeugen rund um uns sehen würden, die weder unsere Luftqualität verschlechtern noch uns schon am frühen Morgen vor lauter Lärm Kopfschmerzen bereiten? Es wäre doch eine schöne neue Welt, wenn man an heißen Sommertagen bei offenem Fenster schlafen könnte ohne mehrmals durch den Lärm auf unseren Straßen geweckt zu werden. Mit einem Schlag wären beinahe alle Missstände gelöst, welche wir anfänglich als Hindernisse für unsere perfekte Lebensqualität angesehen haben. Es wäre nicht mehr laut, die Luft wäre nicht mehr stickig, laut aktueller Gesetzgebung würden wir jede Menge Steuern sparen (Stichwort: motorbezogene Versicherungssteuer und Mineralölsteuern) und eine Tankfüllung mehr im Monat würde uns auch kein Kopfzerbrechen mehr bereiten. OK, das Parkplatzproblem wäre trotzdem nicht gelöst, es sei denn wir würden alle auf ein Fahrrad umsteigen, aber wer will das schon, denn im Grunde wäre dies doch wieder eine Verschlechterung unserer Lebensqualität. Im Grunde genommen wäre es doch eine schöne neue und heile Welt. Doch woran liegt es, dass wir nicht schon längst alle diese Revolution in Angriff genommen haben, um uns das Leben noch lebenswerter zu machen? Allen diesen Fragen und noch einigen anderen Aspekten und Möglichkeiten möchten wir uns in weiterer Folge widmen. Also unbedingt dran bleiben und anklicken!

Autor: Mag.(FH) Manfred E. Winter

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