Vierfach-Impfstoff gegen Grippe wird in Vorarlberg knapp: Das kann man tun!

Von Matthias Rauch
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Vierfachimpfstoff ist in Österreich bereits vergriffen.
Vierfachimpfstoff ist in Österreich bereits vergriffen. - © DPA, VOL.AT
Die Grippewelle hat Vorarlberg noch nicht einmal erreicht, dennoch ist der Vierfach-Impfstoff bereits vergriffen. Grund zur Panik gebe es dennoch keinen.

Wer derzeit auf der Suche nach einem Vierfach-Impfstoff gegen die Grippe ist, braucht Glück. Denn die Nachfrage ist groß und die Bestände vieler Apotheken erschöpft. Nachbestellungen sind nicht möglich, die Lager der Produzenten sind leer, kurzfristige Nachproduktionen nicht zu erwarten. “Möglicherweise sind noch Bestände an Vierfach-Impfstoffenin Apotheken verfügbar”, sagte Stefan Deibl von der pharmazeutischen Abteilung der Österreichischen Apothekerkammer am Montag der APA. “Die Apotheken können allerdings nicht mehr beliefert werden.”

Vierfach-Impfstoff so gut wie ausverkauft

Zwei der drei Vierfach-Impfstoffe, nämlich jene für Erwachsene, seien in Österreich heuer erstmals verfügbar gewesen, erläuterte Deibl. Die Herstellung von Grippe-Impfstoffen ist eine aufwändige Sache. Sie beginnt – folgend einer Empfehlung der WHO, gegen welche Virusstämme Vakzine produziert werden müssen – jeweils im Frühjahr. Im Herbst ist die Herstellung abgeschlossen, dann werden die Apotheken durch den Großhandel beliefert, damit die Impfstoffe vor dem Beginn der Influenza-Saison zur Verfügung steht.

Influenza B auf dem Vormarsch

Heuer ist Österreich bisher vor allem vom Influenza-B-Virus der Linie Yamagata betroffen. Influenza-B-Infektionen sind in der Regel mit weniger starken Symptomen verbunden als Influenza-A-Infektionen. Die weiterhin verfügbaren Impfstoffe wirken zwar auch gegen B-Stämme, jedoch nicht gegen die grassierende Linie B/Yamagata. Mit ein Grund: Grippeviren verändern ihre Erscheinung quasi im Jahresrhythmus, für den Körper ist es damit jedes Jahr wie ein fremder, neuer Virus.

Februar ist Grippezeit

Bisher könne man noch kaum von einer Grippewelle sprechen, erklärt Apotheker Guntram Mähr von der Apotheke Lebensquell gegenüber VOL.AT. Derzeit gebe es in ganz Österreich weniger als 200 bekannte Erkrankungen durch beide Influenza-Stämmen A und B, im Ländle nur einen. Vorarlberg selbst werde meist erst im Februar von der Grippe erreicht – mitgebracht von Studenten und Touristen während den Semesterferien. Auch weltweit breitet sich die Grippe jedes Jahr etappenweise von Ost nach West aus.

Vorarlberg sind eher “impffaul”

Selbst wenn die Grippe in Vorarlberg wütet, sei die Zahl der Betroffenen überschaubar. Die Grippe profitiere von dicht geballten Bevölkerungszentren mit stark frequentierten Plätzen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies zeige sich auch daran, dass sich die meisten Betroffenen in Wien finden. Personen, die bereits mehrere Grippen überstanden oder regelmäßig geimpft wurden, verfügen außerdem durchaus über eine gewisse Grundimmunität, die ihnen auch gegen die aktuelle Version des Virus helfen könnte.

Ausweichstation deutsche Apotheken

Es habe sich aber laut Mähr in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Nachfrage nach Grippeimpfungen in Vorarlberg eher gering ist. Für jene, die auf einen Vierfach-Impfstoff bestehen, lohnt sich eventuell über die Grenze zu blicken. In Deutschland sei der Vierfach-Impfstoff noch erhältlich.

(VOL.AT, APA)

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