Vienna’s Start Ups: Fittrack

Das Start Up des Monats: Fittrack!
Das Start Up des Monats: Fittrack! - © Fittrack
Spätestens seit dem Verkauf der „Runtastic“ App an Adidas für 220 Millionen Euro oder „MyFitnessPal“ an Under Armour für 475 Millionen Euro ist deutlich geworden, welches Potential die Fitnessbranche für Start-Ups bietet. Dieses Potential haben die drei Gründer Nico, Max und Bernhard bereits vor ca. 2 Jahren erkannt.

Noch befinden sich die Entwickler in der Testphase, aber bald wollen sie mit ihrer App das Erlebnis in Fitnessstudios auf ein neues Level heben und Stift und Papier aus den Trainingseinheiten verbannen.

Unser Start-Up des Monats Jänner: Fittrack!

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Fittrack-App

Was ist Fittrack?

Die von Fittrack entwickelte Hardware wird ganz einfach an den Fitnessgeräten angebracht und übermittelt die Daten zur App des Kunden. Dem Nutzer wird seinem Profil entsprechend ein individueller Trainingsplan erstellt. Dieser entspricht seiner persönlichen Leistungsfähigkeit und seinen Trainingszielen.

Somit werden aus den einfachen Fitnessgeräten(Kraftmaschinen, Cardiogeräte und Freihanteln),  smarte High-End Produkte die mit dem Kunden kommunizieren. Dem Nutzer wird erspart, seinen Trainingsablauf mit Stift und Papier zu notieren. Der moderne Besucher von Fitnessstudios, bekommt seine hart erkämpfte Leistung adaptiv und personalisiert direkt auf sein Handy. Neben dem Mehrwert für den Kunden, ist Fittrack auch für die Studios interessant. Von der Auslastung der Geräte bis hin zur räumlichen Verteilung der Geräte als auch studioweite Wettbewerbe werden somit ermöglicht; das alles kann mit den Daten der App optimiert und genutzt werden.

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Fittrack-Sensorik

„Besonders die kleinen Fitnesscenter stehen unter großem Konkurrenzdruck, statt die Preise zu senken, bietet Fittrack für dieses Unternehmen die Möglichkeit, sich von den anderen Anbietern abzuheben. Das Wissen über Mitgliederverhalten und welche Geräte oft genutzt werden ist für Studiobetreiber enorm wichtig“, beschreibt CEO Nico die Vorteile und Interessen der Betreiber der Fitnessstudios.

Derzeit befindet sich Fittrack noch in der Entwicklungsphase und testet das Produkt mit einem Vertragspartner aus Unterhaching(D) auf Herz und Niere. Die Pilotphase ist seit Ende Dezember 2016 abgeschlossen und das Produkt durch die Feedbackschleifen mit dem Teststudio zur Marktreife gelangt.

Die Umbauphase soll für jedes Fitnessstudio über Nacht realisierbar sein. Da die Geräte an sich nicht verändert werden und die Hardware nur ein Add-on zum aktuellen Gerät darstellt.

Wer steht hinter der Idee? Welchen Charakter hat die tägliche Arbeit?

Die drei Gründer (CEO) Nico, (COO) Max und (CTO) Bernhard haben sich vor ca. 2 Jahren bei der Lehrveranstaltung „E&I Garage“ auf der Wirtschaftsuniversität Wien kennengelernt. Die Idee von Fittrack ist ebenfalls dort entstanden.  Mittlerweile erstreckt sich das Netzwerk des Start-Ups von Serbien bis nach England. Gearbeitet wird in drei Teams in den Bereichen Software, Hardware und Business-Development.

Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt durch Start-Up Flair. Jeden Montag am „Monday-Kick-Off“ wird die strategische Ausrichtung angepasst. Teambuilding und die Identifikation mit dem Produkt ist enorm wichtig. Daher gehen die Gründer bis zu drei Mal die Woche gemeinsam ins Fitnesscenter. Die sportliche Betätigung ist ein Teil der Arbeit und wird auch bei größeren Events wie dem Spartaner Race unter Beweis gestellt. Die Beteiligung an großen Sport-Events ist den Gründern besonders wichtig. Neben dem Teambuilding sind diese Events ein wichtiger Teil des Business, da dort viele Kontakte entstehen.

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Das Team von Fittrack

 Ganz wichtig ist dem Team, die sogenannte „No-Secret-Policy“. Alles kann und soll direkt angesprochen werden. Außerdem werden jedem Mitarbeiter ein Budget von 50 € pro Monat für den Erwerb von Fachliteratur zur Verfügung gestellt. Bücher zur persönlichen Weiterentwicklung werden gekauft und im Büro untereinander geteilt. Diese und andere Aktivitäten wie Messebesuche prägen den Zusammenhalt im Team.

Was sind die größten Herausforderungen in der Zukunft?

Die Testphase der Software und der Hardware ist seit Ende des Jahres 2016 finalisiert worden. Fördergelder sind für die Entwicklungs- und die Wachstumsphase wichtig. Fittrack konnte bereits Fördergelder vom Inkubationsprogramm „Inits“ und dem internationalen Accelator Programm „Techfounders“ akquirieren. Derzeit geht es um die Finanzierung der Roll-out Phase durch Friends & Family und weiteren Förderprogrammen.

 

Von der internationalen Konkurrenz wie dem nordamerikanischen Anbieter „GymTrack“ will man sich nicht einschüchtern lassen. „Das Ziel ist ein schnelles Wachstum in der DACH-Region und im Jahr 2020 der größte Fitnessdatenprovider in Europa zu werden“ meint COO Max über die langfristigen Ziele von Fittrack.

Wir von 1030 warten gespannt auf’s erste Training mit Fittrack und freuen uns, dass wir Stift & Papier zukünftig zuhause lassen können!

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