Vienna mit angezogener Handbremse in die Niederlage

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Vienna mit angezogener Handbremse in die Niederlage
© expa/Haumer
Nichts zu holen war für die Vienna in der Südstadt, vor 3000 Zuschauern setzte sich der Favorit und Meisteranwärter Admira in einem Spiel ohne große Höhepunkte gegen den Aufsteiger durch und siegte verdient 2:0.

Die Blau-Gelben mit der ersten Chance im Spiel, aber Dortas Freistoss (8.) strich über das Admira-Gehäuse. Admira von Anfang an mit deutlich mehr Spielanteilen, am konsequenten Abwehrriegel des Aufsteigers bissen sich die Hausherren jedoch die Zähne aus. Der starke Dorta probierte es mit einem Weitschuss (17.), Admira-Goalie Mandl lenkte den scharf geschossenen Ball mit Mühe ins Corneraus.

Vienna spielte mit Fortlauf des Spiels offensiver, Chancen blieben allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Die Niederösterreicher versuchten über die linke Seite das Spiel aufzureißen, doch Schickers Flanken und Pässe fanden keine Abnehmer. Die Döblinger fanden noch eine Halbchance vor – Mandl konnte Bjelovuks Schuss (45.) sicher halten und somit endete die erste schwache Halbzeit torlos.

Pusics Schuss (46.) über das blau-gelbe Tor eröffnete die zweite Halbzeit. Beide Mannschaften waren zwar bemüht, aber es fehlten wie in der ersten Halbzeit die klaren Akzente. Nach knapp einer Stunde zeigte die Vienna einen sehenswerten Angriff über Öztürk, Fading und Bozkurt, doch der Schuss (58.) des Letztgenannten strich am Gehäuse vorbei. Im Gegenzug die Führung für die Admiraner: Dibon verlängerte per Kopf Janockos Freistoß, der Ball landete unhaltbar für Reiter im langen Eck zum 1:0 (60.).

In Minute 68 feierte Türkei-Heimkehrer Akagündüz sein Bundesligacomeback, er ersetzte den unauffälligen Topcagic. Vienna reagierte ebenfalls und brachte mit Sütcü (für Fading) einen zweiten Stürmer ins Spiel. Mit dem zweiten Treffer, erneut aus einer Standardsituation, machten die Niederösterreicher den Sack zu. Dibon verlängerte einen Eckball auf Akagündüzs Kopf und dieser nickte aus einem halben Meter Entfernung völlig unbedrängt zum 2:0 ein.

Ein letztlich verdienter Sieg für eine über weite Strecken ideenarme Admira, denn die Vienna hatte das ganze Spiel über mit zu viel Respekt vor dem Gegner agiert.

Walter Schachner (Trenkwalder Admira): “Es war ein Arbeitssieg. In der ersten Halbzeit spielten wir viel zu kompliziert, wenn man sich nicht bewegt, kann man gegen niemanden gewinnen. Die zweite Halbzeit war besser, die Vienna war ein guter Gegner, mindestens um eine Klasse stärker als Dornbirn. Spielerisch klappt es bei uns noch nicht ganz. Wir haben das System auf Raute umgestellt und machen noch zu viele technische Fehler, aber wir arbeiten daran und sind froh jetzt sechs Punkte am Konto zu haben um den Anschluss zu wahren.”

Peter Stöger (Trainer First Vienna FC): “Wir haben heute zu wenig gemacht. Wir haben unsere Möglichkeiten gehabt, vor allem bei Ballverlusten von Janocko schnell zu kontern. Diese Möglichkeiten haben wir nicht durchgespielt. Von meinen arrivierten Spielern verlange ich mehr. Die Führungsspieler sind gefordert, sie müssen jetzt besondere Leistungen zeigen. Dorta beispielsweise ist eine Bank. Wir haben in allen Spielen bisher unsere Chancen gehabt, wollen uns im Mittelfeld der Liga etablieren. Das ist für die Mannschaft eine neue Situation, dass sie erstmals nach Jahren nicht um die Meisterschaft spielt.”

Muhammed Akagündüz (Torschütze zum 2:0): “Einen besseren Einstand kann man sich nicht erwarten. Ich hatte das letzte Pflichtspiel im Mai, arbeite daran, dass ich so schnell wie möglich fit werde. Der Konkurrenzkampf ist groß, aber wenn man das Beste aus sich herausholt, dann spielt man. Ich werde mich hundertprozentig in den Dienst der Mannschaft stellen. Es ist unser großes Ziel, heuer Meister zu werden. Das ist sehr wichtig für den Verein.”

Trenkwalder Admira – First Vienna FC 2:0 (0:0)
Südstadt, 3.000 Zuschauer, SR Muckenhammer

Tore: 1:0 Dibon (60.), 2:0 Akagündüz (76.)

Admira: Mandl – Plassnegger, Dibon, Dospel, A. Schicker – Seebacher (58.R. Schicker), Janocko, Cemernjak (82.Hota), Pusic – Topcagic (68.Akagündüz), Hanikel

Vienna: Reiter – Frenzl, Ilic, Fellner, Bjelovuk – Hiba (57.Rühmkorf), Milosevic, Dorta, Fading (69.Sütcü), Öztürk (78.Stojiljkovic) – Bozkurt

Gelbe Karten: Dospel (18.), A. Schicker (21.); Bozkurt (36.), Ilic (38.), Rühmkorf (81.)
Die Besten: Janocko, A. Schicker, Dibon bzw. Dorta

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