Verpasste Saisonziele von Rapid Wien: Cup-Aus und nicht genügend Punkte geholt

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Rapid hat in dieser Saison zwei von drei Zielen nicht erreicht.
Rapid hat in dieser Saison zwei von drei Zielen nicht erreicht. - © APA
Zwar habe Rapid Wien “eine sicherlich recht ordentliche Saison” gespielt, dennoch wurden laut Sportdirektor Andreas Müller zwei von drei Zielen nicht erreicht.

Neben dem angepeilten Finale im Cup, in dem man zuletzt 2005 stand und das heuer durch das Viertelfinal-Aus im Heimspiel gegen die Admira erneut klar verfehlt wurde, habe man auch die vorgegebene Punktemarke in der Bundesliga verpasst und damit nicht mehr Druck auf Salzburg im Titelkampf ausüben können. “Wir wollten mehr Punkte holen als im Vorjahr”, betonte Müller. Die Saison 2014/15 schloss Rapid mit 67 Zählern sechs Punkte hinter Salzburg ab. Aktuell hält der Vizemeister bei 61 Punkten, kann also die Vorjahresmarke bestenfalls noch einstellen.

“Haben einige Chancen liegen gelassen”

“Wir haben einige Chancen liegen gelassen. Wir brauchen noch mehr diese Gier und diesen Hunger, dass wir was mitnehmen, wenn es vor uns daliegt”, meinte der Schwabe in Anspielung auf mehrere Partien, die Rapid zwar klar beherrscht hatte, aber in denen keine bzw. zu wenig Tore erzielt worden waren. Vor allem der für den im Sommer abgewanderten Torjäger Robert Beric verpflichtete Matej Jelic habe in dieser Phase der Meisterschaft “Scheiße am Stiefel” gehabt.

Trainer Zoran Barisic kam zu einem ähnlichen Schluss wie sein Sportdirektor. “Ich sehe diese Saison als verpasste Chance, weil wir in einer Phase ergebnistechnisch nicht funktioniert haben. Da haben wir guten Fußball gespielt, aber trotz einer Vielzahl von Chancen Spiele nicht gewonnen”, erklärte der 45-Jährige. “Vielleicht lag es an der Qualität, vielleicht am Mentalen oder an Glück und Pech”, wollte sich Barisic bei der Ursachenforschung noch nicht festlegen.

Rapid Wien mit “ordentlicher Saison”

“Es war mehr möglich, aber realistisch betrachtet haben wir eine ordentliche Saison abgeliefert“, lautete der Schlüsselsatz von Müller, der mit Ausnahme der Debakel gegen Valencia (0:6/auswärts, 0:4/heim) von einer “überzeugenden” Europacup-Saison sprach, in der Rapid bekanntlich mit fünf Siegen im Herbst als Gruppensieger in die K.o.-Phase der Europa League eingezogen war. “Valencia war dann nicht so schön, so etwas will ich nicht mehr erleben.”

Der Blick ist bei Müller aber ohnehin schon auf die Zukunft gerichtet. “Wir wollen Titel gewinnen und jedes Jahr international spielen. Dabei wollen wir nicht nur die Gruppenphase überstehen, sondern künftig auch die eine oder andere K.o.-Phase”, stellte der Deutsche klar, der dabei in Sachen Kaderplanung gefordert ist. Zentrumsspieler Thanos Petsos (wechselt zu Werder Bremen), Stürmer Deni Alar (zu Sturm Graz) und Verteidiger Michael Schimpelsberger verlassen Rapid im Sommer fix. Bezüglich Abgänge anderer Spieler gebe es zwar immer wieder mediale Gerüchte, bis Montagnachmittag lagen aber von anderen Clubs keine solchen Angebote vor, betonte Müller.

Rapid arbeitet an Transfer mit Ingvi Traustason

In Sachen Neuzugängen ist bisher nur Innenverteidiger Christoph Schößwendter von der Admira fix. Aber natürlich schaue man sich auch nach einem Petsos-Ersatz um. Und bezüglich des bevorstehenden Transfers des isländischen Teamspielers Arnor Ingvi Traustason vom schwedischen Club Norrköping habe Rapid “mit dem Spieler und dem Verein weitestgehend Einigung erzielt”, doch es gebe noch keine Unterschrift unter einen Kontrakt. “Erst wenn die Tinte unter dem Vertrag trocken ist, wird es von uns eine entsprechende Mitteilung geben”, kündigte Müller an.

(APA/Red)

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