“Verlieren verboten”: Rapid kämpft in Genk um Aufstiegschance in der Europa League

Im Hinspiel in Wien holte sich Rapid gegen Genk den Sieg.
Im Hinspiel in Wien holte sich Rapid gegen Genk den Sieg. - © APA/Herbert Pfarrhofer
Rapid-Trainer Damir Canadi könnte in Genk mit der Aufstellung überraschen und einen zuletzt schmerzlich Vermissten als Joker bringen.

Das Auswärtsspiel der Europa League am Donnerstag (21:05 Uhr, live auf Puls 4 und Sky) gegen KRC Genk steht für Rapid unter dem Motto “verlieren verboten”. Eine Niederlage gegen den Gruppe-F-Tabellenführer aus Belgien wäre gleichbedeutend mit dem Ende aller Chancen auf den Einzug ins Sechzehntelfinale, sofern Bilbao das Parallelspiel gegen Sassuolo gewinnt.

Ein Punkt hingegen würde den drittplatzierten Hütteldorfern am 8. Dezember im letzten Gruppenmatch daheim gegen Athletic Bilbao ein echtes Endspiel um einen Platz unter den Top 2 bescheren. Ein Sieg würde die Aussicht auf den zweiten Aufstieg aus der Gruppenphase in Folge massiv verbessern – und genau darauf hofft Neo-Coach Damir Canadi. “Wir fahren mit der Einstellung hin, dass wir drei Punkte wollen”, meinte der Wiener am Mittwoch vor dem Abflug in Richtung Belgien.

Rapid mit Philipp Schobesberger nach Genk

Im Flugzeug saßen auch zwei Rückkehrer – Christopher Dibon steht nach überwundenen Muskelproblemen ebenso wieder zur Verfügung wie Philipp Schobesberger, der wegen einer Knieverletzung rund drei Monate pausieren musste. Über Letzteren sagte Canadi: “Wir freuen uns sehr, dass er wieder dabei ist. Mit seiner Schnelligkeit kann er der Mannschaft helfen.”

Allerdings dürfte ein Einsatz von Schobesberger und Dibon in der Startformation noch etwas zu früh kommen. “Wir müssen sorgsam mit ihnen umgehen und dürfen sie nicht zu schnell reinwerfen”, erklärte Canadi und ergänzte, entscheidende Aufschlüsse werde erst das Abschlusstraining am Mittwochabend in Genk geben.

Zaubert Canadi eine Dreierkette aus dem Hut?

Der frühere Altach-Betreuer hielt sich generell bedeckt, was die Aufstellung betrifft, deutete aber an, dass es Überraschungen geben könne. Eine Umstellung auf eine Dreierkette in der Innenverteidigung scheint damit nicht ausgeschlossen.

Wie auch immer die Anfangself aussieht – um gegen den belgischen Tabellensiebenten zu bestehen, müsse im Vergleich zum 1:2 am Sonntag in Salzburg eine deutliche Steigerung her, forderte Canadi. “Wir müssen stabil und eng stehen und viel in die Laufbereitschaft investieren.”

Wie Genks Pressing für Rapid zum Vorteil werden könnte

Man benötige gegen Genk eine “überragende Leistung”, betonte der Coach. Genk setze auf Kombinationsfußball und werde wohl von Beginn an hoch pressen. “Das kann auch ein Vorteil sein”, sagte Canadi. Allerdings nur dann, wenn seine Mannschaft besser auf das Pressing des Gegners reagiert, als dies noch in Salzburg der Fall war.

Möglicherweise werden allein schon durch die Tatsache, dass es sich um eine Europacuppartie handelt, zusätzliche Kräfte frei. “Das sind die schönsten Spiele, da braucht man keine Extra-Motivation”, erklärte Canadi, der vor seinem zweiten Pflichtspiel als Rapid-Trainer auch selbst ein gewisses Kribbeln verspürt. Völliges Neuland betritt der Wiener aber nicht – im Vorjahr war er bereits mit Altach in der Europa-League-Qualifikation im Einsatz.

(APA, Red.)

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