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Verletzungspech: Franco Foda muss bei Testspielen improvisieren

Franco Foda muss bei den kommenden Testspielen in die Trickkiste greifen.
Franco Foda muss bei den kommenden Testspielen in die Trickkiste greifen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Bei den Testspiel-Krachern gegen Russland (30. Mai), Deutschland (2. Juni) und Brasilien (10. Juni) muss Österreichs Fußball-Teamchef Franco Foda auf einige Kräfte verzichten. Das gibt Platz für Neues.

Teamchef Franco Foda will sich wegen möglicher Ausfälle von Kapitän Julian Baumgartlinger, Flügelspieler Valentino Lazaro oder Topstar David Alaba aber noch nicht den Kopf zerbrechen.

Kader soll am Dienstag stehen

“Verletzungen gehören dazu. Wenn es so ist, dann ist es eine Möglichkeit für andere Spieler, sich zu zeigen”, erklärte Foda im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur. Seinen Kader für das Testspiel-Triple gibt der Deutsche kommenden Dienstag bekannt. Bis Ende dieser Woche will er Klarheit haben, wie es um den Gesundheitszustand seiner Akteure bestellt ist. “Wir sind im stetigen Austausch”, sagte Foda.

Verletzungspech bei Österreichern

Derzeit sind noch einige Fragen offen. Baumgartlinger zog sich im letzten Ligaspiel für Bayer Leverkusen am Samstag gegen Hannover (3:2) eine Knieverletzung zu, Lazaro und Stürmer Michael Gregoritsch haben mit Adduktorenproblemen zu kämpfen. Marcel Sabitzer fällt noch länger aus, Innenverteidiger Aleksandar Dragovic plagt wie den Leipzig-Offensivmann die Schulter.

Neben Alaba, der trotz jüngster Rücken- und Oberschenkelprobleme für Bayern München am Samstag das Cupfinale gegen Eintracht Frankfurt bestreiten soll, war auch Rapids Louis Schaub (fünf Tore in den vergangenen sechs Länderspielen) zuletzt nicht voll fit. Foda sieht es pragmatisch: “Es hilft nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Wir müssen positiv denken. Sollten sie ausfallen, müssen wir versuchen, das als Mannschaft zu kompensieren.”

Chance für heimische Spieler

Der ÖFB-Cheftrainer will weiter auch Spielern aus der heimischen Bundesliga eine Chance geben. Bei ihrem Teamdebüt im März nutzten Sturms Peter Zulj und Salzburgs Xaver Schlager die ihre. “Sie sind weiterhin interessante Spieler”, sagte Foda. “Vielleicht kommt noch der eine oder andere neue Spieler dazu.” Fehlen könnte Maximilian Wöber. Der Verteidiger war zuletzt angeschlagen und startet mit Ajax Amsterdam früh wieder in die Saisonvorbereitung.

Die Erwartungshaltung gegen Russland, Deutschland und Brasilien hängt auch vom endgültigen Kader ab, der Foda in Innsbruck, Klagenfurt und Wien zur Verfügung steht. “Das sind große Kaliber, aber wir brauchen uns nicht vor ihnen verstecken”, meinte der Teamchef. “Wir wollen gut spielen und mutig herangehen. Wir haben die Fähigkeiten und die Qualität, da auch das eine oder andere Spiel für uns zu entscheiden.”

Guter Start mit Foda

Die ersten drei Partien unter Foda hat das ÖFB-Team allesamt gewonnen. Das war vor ihm zuletzt Erich Hof 1982 gelungen. “Unabhängig von den Ergebnissen wollen wir die Leistungen bestätigen”, betonte der Erfolgscoach. Er will im Hinblick auf die Nations League im Herbst weiter an der Flexibilität arbeiten – und auch gegen die Klassegegner variabel agieren. “Wir werden so spielen, dass unsere Stärken zur Geltung kommen, und die Spieler so positionieren, dass wir im jeweiligen Spiel bestmöglich spielen können.”

Das gilt auch für Alaba, der in seinem bisher einzigen Auftritt unter Foda gegen Slowenien (3:0) vor einer defensiven Dreierkette im linken Mittelfeld spielte. Bei Bedarf ist aber auch ein Einsatz in seiner Bayern-Rolle als Linksverteidiger in einer Viererkette nicht ausgeschlossen.

Als so etwas wie der neue Abwehrchef hat sich gegen Slowenien und Luxemburg (4:0) Sebastian Prödl hervorgetan – auch wenn der 30-Jährige bei Watford zuletzt nicht erste Wahl war. “Wie andere Spieler auch hat er im letzten Lehrgang gezeigt, dass er bereit ist, eine Führungsrolle einzunehmen”, erklärte Foda. Hervorheben wollte er seinen Ex-Schützling, den er einst bei Sturm Graz vom Mittelfeldspieler zum Innenverteidiger umfunktioniert hatte, aber nicht: “Wir haben insgesamt in der Defensive gut funktioniert.”

Englischer Sturm für Österreich

Im Sturm könnte Ashley Barnes (28) neue Impulse bringen. Der Engländer mit österreichischer Großmutter hat in der abgelaufenen Saison neun Premier-League-Tore für Burnley erzielt. “Sportlich sind wir alle von ihm überzeugt”, sagte Foda. “Ich glaube, dass es auch von der menschlichen Seite gut passt. Jetzt geht es darum, dass er bestätigt, dass er für Österreich spielen will.”

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel und Geschäftsführer Bernhard Neuhold waren bereits zu persönlichen Gesprächen in England. Um die rechtliche Lage prüfen zu können, müssten noch einige Dokumente übermittelt werden. Foda: “Es ist ein Prozess, den wir in den nächsten Wochen abschließen könnten.” Bei den folgenden Länderspielen im September könnte Barnes dann möglicherweise bereits zur Verfügung stehen.

Kommende Woche zwingt Foda der späte Saisonschluss in der heimischen Bundesliga (27. Mai, nur drei Tage vor dem Russland-Spiel) zur Improvisation. Die Legionäre versammelt er am 25. Mai in Stans in Tirol, trainiert wird in Schwaz vorerst mit einem Rumpfkader. “Das ist auch eine Herausforderung, aber wir haben einen guten Mittelweg gefunden”, meinte der 51-Jährige. Die bereits urlaubenden Akteure erhielten individuelle Trainingspläne.

Härtetest gegen Deutschland und Brasilien

Die ultimativen Härtetests folgen gegen Deutschland und Brasilien. Foda zählt den Titelverteidiger und den Rekordweltmeister neben Spanien und Frankreich bei der WM ab 14. Juni in Russland zum engsten Favoritenkreis. “Ich gehe davon aus, dass eine dieser Mannschaften Weltmeister wird”, sagte der frühere DFB-Teamspieler. “Dann kommen vielleicht Uruguay und England als Außenseiter. Argentinien schätze ich nicht ganz so stark ein.”

(APA/red)

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