“Verdrängte Jahre”: Wanderausstellung über Bahn in der NS-Zeit

Bis Jänner 2016 kann die Wanderausstellung in Wiener Neustadt besichtigt werden.
Bis Jänner 2016 kann die Wanderausstellung in Wiener Neustadt besichtigt werden. - © ÖBB
Von 15. Oktober  2015 bis 10. Jänner 2016 kann im Stadtmuseum Wiener Neustadt die ÖBB-Themenausstellung “Verdrängte Jahre” besucht werden. Die Ausstellung beleuchtet die Rolle der Bahn in der Zeit des Nationalsozialismus von 1938 bis 1945.

Mit der zuvor in Wien, Linz, Salzburg, Graz, Klagenfurt und Brüssel gezeigten Präsentation will die ÖBB einen Beitrag zur historischen Aufarbeitung leisten. In der NS-Zeit waren die Österreichischen Bundesbahnen Teil der Deutschen Reichsbahn. Ohne Bahn als Transportmittel wären die Kriegslogistik der deutschen Wehrmacht und die Massentransporte in die Vernichtungslager nicht machbar gewesen wären.

Wanderausstellung über ÖBB in NS-Zeit

Dokumentiert werden unter anderem die Routen der Deportation, Zwangsarbeit und der Widerstand von österreichischen Mitarbeitern gegen das NS-Regime. 154 Bahnbedienstete wurden hingerichtet, 135 starben in Konzentrationslagen oder Zuchthäusern, 1.438 wurden zu KZ- oder Zuchthausstrafen verurteilt.

Auch die Deutsche Reichsbahn beteiligte sich an der Arisierung des jüdischen Vermögens, nach dem Krieg begann die Restitution. Teil der Ausstellung ist auch eine Videodokumentation, in der ÖBB-Lehrlinge Zeitzeugen interviewen.

(APA/Red)

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