“Verbot auf Schiene bringen”: Norbert Hofer schießt gegen Bankomatgebühren

FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer.
FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer. - © AP Photo/Ronald Zak
FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer fordert von den Banken eine flächendeckende Versorgung mit Bankomaten, sollte es rechtlich nicht möglich sein, ausländischen Finanzdienstleistern die Abhebegebühren zu verbieten.

Auch der wahlkämpfende FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer schießt sich nun gegen Bankomatgebühren ein. Er erwartet sich von den einheimischen Banken, dass sie eine flächendeckende Versorgung mit Bankomaten sichern, sollte es rechtlich nicht möglich sein, ausländischen Finanzdienstleistern Bankomatgebühren zu untersagen, wurde Hofer am Sonntag in einer Parteiaussendung zitiert.

Die österreichischen Bankkunden würden bereits überdurchschnittlich hohe Bankgebühren zahlen, gab der Politiker weiters zu bedenken. Es sei nicht einzusehen, dass die Kunden immer mehr Banktätigkeiten selbst übernehmen müssten, das Filialnetz aber ausgedünnt werde und sich die Bankkunden dann den (Abhebe-)Service von Dritten teuer zukaufen müssten.

Bankomatgebühren: Hofer-Lob für Schieder

Lob gab es vom Blauen für SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, der ja ein rechtliches Verbot für Bankomatgebühren fordert. Schieder solle “die Rolle eines Mediators übernehmen” und einen Runden Tisch mit Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) und dem Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) in dessen Funktion als Konsumentenschutzminister initiieren, “um dieses Verbot auf schiene zu bringen”, so Hofer.

Die beiden genannten Minister stehen der Gebühr aber ohnehin kritisch gegenüber: Schelling forderte zuletzt eine verpflichtende Kennzeichnung von Bankomaten, bei denen man für die Behebung eine Gebühr abgezogen bekommt. Vor allem dürfte die Hausbank keinesfalls gebühren bei den eigenen Kunden einheben, so Schelling. Stöger sagte dieser Tage, es sei “nicht okay”, wenn die Institute neue Gebühren “erfinden”.

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(APA, Red.)

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