Veränderung in Wien: Neu gemischte Karten bei Grund- und Restmandaten

Wien-Wahl: Karten bei Grund- und Restmandaten neu gemischt
Wien-Wahl: Karten bei Grund- und Restmandaten neu gemischt - © APA (Sujet)
Wer tatsächlich im Wiener Gemeinderat- bzw. Landtag sitzt, wird sich wohl erst in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden. Die Aufteilung der Grund- und Restmandate hat diesbezüglich aber bereits einige vollendete Tatsachen geschaffen.

Die endgültige Mandatsverteilung ist nach dem Auszählen der Briefwahlstimmen in der Nacht auf Dienstag nun fix (siehe Tabelle). Am heftigsten sind die Konsequenzen wohl für die ÖVP, die nach ihrem deutlichen Minus von 4,75 Prozentpunkten (auf 9,24 Prozent, Anm.) über keine Grundmandate mehr verfügt. Sowohl Landtmann-Chef Berndt Querfeld als auch Wirtschaftsbund-Direktor Alexander Biach gehen somit leer aus. Beide hätten erstmals ins Rathaus einziehen sollen.

Veränderung im Stadtparlament

Auch Bauernbund-Direktor Norbert Walter gehört zu jenen, die keinen Sitz mehr im Stadtparlament ergattern konnten. Somit bleiben sieben Restmandate, die über den Stadtwahlvorschlag besetzt werden. Mit dabei sind wieder Klubchef Fritz Aichinger oder auch der inzwischen zurückgetretene Parteichef Manfred Juraczka. Neu im Team ist Listenzweite Elisabeth Olischar von der Jungen ÖVP – sowie die aufgrund ihrer gesellschaftspolitischen Positionen umstrittene christliche Kandidatin Gudrun Kugler, die genauso wie Seniorenvertreterin Ingrid Korosec dank Vorzugsstimmen reüssieren konnten.

Bei der SPÖ gingen Grundmandate in Favoriten und Floridsdorf verloren, auf denen unter anderem die Gewerkschaftsvertreter Barbara Teiber und Christian Meidlinger gesetzt waren – die jedoch ausreichend auf der Landesliste abgesichert sind. Generell gilt: Wer wo welches Mandat annimmt, ist laut SPÖ noch nicht entschieden. Tatsächlich wird es auch noch ein wenig dauern, bis sich der Gemeinderat konstituiert. Dies wird wohl erst im November der Fall sein.

Gemeinderatswahl in Wien 2015 - Endergebnis

34 Mandate für die FPÖ

Die FPÖ muss sich angesichts der Zugewinne keine Sorgen machen, wie sie mögliche entfallene Mandate besetzt. Statt Ab- gibt es Rathaus-Neuzugänge: Mit dabei sind künftig unter anderem die in der City abgewählte Bezirkschefin Ursula Stenzel oder der von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) abgelehnte Stadtschulrats-Vize Maximilian Krauss.

Die Grünen verloren ein Mandat in der Landstraße. Die dort im Wahlkreis auf Platz eins gereihte Kandidatin Jennifer Kickert muss jedoch nicht zittern, da sie immerhin auf dem dritten Platz der Landesliste steht. Das Grundmandat im Wahlkreis Leopoldstadt wurde denkbar knapp gehalten. Erst nach Auszählung der Briefwahlstimmen war es fix. Dort war Klubchef David Ellensohn Spitzenkandidat – der gleichzeitig auch auf dem zweiten Platz der Landesliste stand. Neu in der Riege der Grünen Gemeinderäte ist der stellvertretende Büroleiter von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne), Peter Kraus, oder Klubmitarbeiterin Barbara Huemer.

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(APA)

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