Venezuelas Präsident Maduro will Visumspflicht für US-Bürger

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Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat die Einführung einer Visumspflicht für alle US-Bürger angekündigt. Überdies ordnete er am Samstag eine Überprüfung und Reduzierung der Botschaftsmitarbeiter der USA an.


Die Visumspflicht diene “dem Schutz unseres Landes”, sagte der Linkspolitiker vor Anhängern in der Hauptstadt Caracas. Die Entscheidung sei gefallen, nachdem ein US-Pilot im westlichen Staat Tachira wegen des Verdachts “verdeckter” Spionageaktivitäten festgenommen worden sei. Einzelheiten zu der Festnahme nannte er nicht.

Maduro gab zudem bekannt, dass mehrere politische Persönlichkeiten aus den USA nicht länger ins Land reisen dürften, darunter Ex-Präsident George W. Bush und sein damaliger Vizepräsident Dick Cheney. Bei ihnen handle es sich um “Terroristen”, weil sie durch Bombardierungen in Ländern wie Syrien, dem Irak und Afghanistan “Menschenrechte verletzt haben”, sagte Maduro.

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind angespannt. Die USA verhängten erst im Dezember Sanktionen gegen den südamerikanischen Staat. Washington wirft Maduros Regierung vor, durch das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Anti-Regierungs-Proteste Anfang 2014 die Rechte der Demonstranten verletzt zu haben.

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