Walkner fiel bei Dakar zurück – Van Beveren wieder voran

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Adrien Van Beveren übernahm wieder die Führung
Adrien Van Beveren übernahm wieder die Führung - © APA (AFP)
Matthias Walkner hat bei der Rallye Dakar Zeit auf die Spitzenposition eingebüßt. Der Salzburger beendete die 7. Etappe von La Paz nach Uyuni am Samstag mit mehr als neun Minuten Rückstand auf den siegreichen Spanier Joan Barreda als Sechster. Als Tageszweiter sicherte sich der Franzose Adrien van Beveren die Führung in der Motorrad-Gesamtwertung. Walkner rutschte auf Rang vier zurück.

Walkner fehlen nun 8:18 Minuten auf Yahama-Fahrer Van Beveren. “Ich war heute schon recht am Limit unterwegs”, berichtete Walkner nach der ersten von zwei Marathon-Etappen. Insgesamt 425 km Sonderprüfung standen in Bolivien auf dem Programm. Der zweite Teil führt am Sonntag 584 km von Uyuni nach Tupiza, davon 498 Kilometer als Sonderprüfung.

Trotz des vorangegangenen Ruhetags in La Paz kämpfte Walkner zu Beginn der Etappe mit Magenschmerzen und einigen schmerzhaften Sturzfolgen. Auch starker Regen machte dem Salzburger ebenso wie seinen Konkurrenten zu schaffen. “Ich habe mich nicht fit gefühlt. Das war ziemlich frustrierend am Anfang”, sagte Walkner. Er müsse sich nun auf die Navigation konzentrieren. “Vom Tempo kann ich es zurzeit nicht machen.”

Der KTM-Werksfahrer aus Salzburg verlor in der Gesamtwertung damit einen Platz und ist nun Vierter. Mit Joan Barreda steht der Drittplatzierte der Motorrad-Wertung allerdings vor der Aufgabe. Der in Uyuni siegreiche Spanier erlitt bei einem Sturz offenbar eine schwere Knieverletzung, wie er nach seiner Zielankunft bekannt gab. “Ich glaube, es ist gebrochen. Ich kann nicht einmal den Fuß auf den Boden setzen”, sagte Barreda, nachdem er beim Absteigen von seiner Honda Hilfe benötigt hatte.

In Uyuni sind die Piloten nun auf sich alleingestellt. Die Mechaniker der Teams dürfen nicht an den Motorrädern arbeiten. Walkner hat an seiner KTM immerhin nichts zu beklagen: “Das passt soweit.”

Bei den Autos liegt nun Carlos Sainz nach seinem Tagessieg klar voran. Der Spanier im Peugeot profitierte von Problemen beim zuvor führenden Franzosen Stephane Peterhansel. Der Titelverteidiger verlor wegen eines mechanischen Schadens an seinem Peugeot fast 1:45 Stunden. Nachdem er sein Auto abgestellt hatte, wartete Peterhansel auf seinen Teamkollegen Cyril Despres, der bei der Reparatur behilflich war. Im Rennen um den Gesamtsieg scheint “Mister Dakar” nun aussichtslos zurück.

(APA/ag.)

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