Im vergangenen Jahr hatte der Verbrauch auf den US-Highways nach Angaben des Verkehrsministeriums bei 8,6 Litern gelegen. “Diese Standards für den Treibstoffverbrauch sind der wichtigste Schritt, den wir jemals unternommen haben, um unabhängig vom ausländischen Öl zu werden”, sagte Obama am Dienstag laut einer in Washington verbreiteten Mitteilung. Die Pläne ernteten Lob, allerdings auch Kritik. Denn ausgerechnet für die spritschluckenden Pick-up-Trucks und Geländewagen gibt es großzügige Ausnahmen.
Während der Verbrauch von Pkw von Jahr zu Jahr um fünf Prozent sinken soll, sind es bei den schweren, geländegängigen Fahrzeugen zunächst im Schnitt lediglich 3,5 Prozent. Anders könnten die Hersteller die typischen Eigenschaften von Pick-up-Trucks und Geländewagen nicht erhalten, begründete der Gesetzgeber die Ausnahme: eine hohe Zuladung und Anhängelast.
Zu den Kritikern dieser Regelung gehören die deutschen Autobauer Daimler und Volkswagen. “Die Bürden sind nicht gleichmäßig in der Branche verteilt worden”, erklärte VW in einer Stellungnahme. Beide Hersteller verkaufen zum überwiegenden Teil Pkw. Dagegen gehören bei den US-Platzhirschen General Motors, Ford und Chrysler die massigen Spritschlucker zu den Verkaufsschlagern.
Obama hatte seinen Plan bereits im Juli vergangenen Jahres vorgestellt, unterstützt von 13 Autofirmen, darunter auch BMW. Man nehme die Herausforderung an, hatte der bayerische Hersteller erklärt. Nun sind die neuen Standards in Kraft. Sie führen Sparziele fort, die bereits heute bis ins Jahr 2016 hinein gelten.