Ursula Stenzel will Musikinstrumente und Weltkulturerbe retten

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Ursula Stenzel lud am Donnerstag zu einer Pressekonferenz
Ursula Stenzel lud am Donnerstag zu einer Pressekonferenz - © APA
Die einstmalige ÖVP-Politikerin und Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt und nunmehrige FPÖ-Kandidatin, Ursula Stenzel, hat am Donnerstag die ihrer Ansicht nach fortschreitende Zerstörung des Weltkulturerbes in Wien beklagt.


Mahnendes Beispiel sei etwa die “kulturpolitische Untat”, die in der Neuen Burg untergebrachte Sammlung Alter Musikinstrumente zugunsten des Hauses der Geschichte zu verkleinern.

Stenzel wich auf den Heldenplatz aus

Dies auch in der Neuen Burg zu kritisieren, war laut Stenzel nicht möglich, da dort die Durchführung einer Pressekonferenz nicht gestattet worden sei. Darum sei man auf den Heldenplatz ausgewichen. Obwohl für die Hofburg der Bund zuständig ist, nahm sie auch die Stadt ins Visier: “Rot-Grün hat es über die Jahrzehnte verstanden, die Kulturwerte unserer Stadt zu zerstören.” Institutionen der Hochkultur seien “ausgehungert” worden, zugunsten “propagandistischer” Basiskultur.

Kritik der FPÖ-Politikerin am Hochhauskonzept

Auch das Hochhauskonzept bzw. der neue Stadtentwicklungsplan sorgt bei der Neo-FP-Politikerin für Ärger. Diese würden das Welterbe-Prädikat für die Innere Stadt gefährden, weil der historische Kern nicht ausreichend geschützt werde. Dass etwa ein Turm mit Luxuswohnungen beim Eislaufverein “durchgewunken” werden solle, zeige die Doppelzüngigkeit der Grünen – die gleichzeitig gegen “Miethaie” auftreten würden.

In der Förderpolitik müssten wieder verstärkt Projekte bedacht werden, die die Werte der abendländischen und europäischen Kultur hochschätzten, urgierte Stenzel. “Wir dürfen uns nicht selbst abschaffen”, wandte sie sich gegen “multikulturelle” Tendenzen.

Gefährdete Musikinstrumente in Wien

Wiens FPÖ-Kultursprecher Gerald Ebinger warnte ebenfalls vor einer Gefährdung der “bedeutendsten Musikinstrumentensammlung der Welt” – sowie vor einem ideologisch einseitigen Haus der Geschichte. Zeithistoriker Oliver Rathkolb, der an der Umsetzung beteiligt ist, ist nach Ansicht der Blauen nämlich “parteipolitisch eingefärbt”, konkret: SPÖ-nah.

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