Ursula Stenzel in Wien als nicht amtsführende FPÖ-Stadträtin angelobt

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Ursula Stenzel hat ein neues Amt inne
Ursula Stenzel hat ein neues Amt inne - © APA
Am Mittwoch ist die nunmehrige FPÖ-Politikerin Ursula Stenzel im Wiener Gemeinderat als nicht amtsführende Stadträtin angelobt worden. Sie folgt auf David Lasar, der ins Parlament gewechselt ist.

Die ehemalige TV-Moderatorin war vor der Wien-Wahl im Herbst von der ÖVP ausgebootet worden. Die damalige City-Bezirksvorsteherin wurde von den Stadt-Schwarzen nicht mehr nominiert, worauf sie bei der FPÖ andockte. Die Blauen landeten bei der Bezirksvertretungswahl jedoch nur auf dem dritten Platz, den Vorsteherposten musste sie somit abgeben.

Neo-Stadträtin Stenzel über ihr neues Amt

Stenzel – die auch für den Gemeinderat kandidiert hatte – wurde Mandatarin im Stadtparlament. Nun ist sie eine von vier nicht amtsführenden Stadträten der FPÖ, wobei Johann Gudenus gleichzeitig auch als Vizebürgermeister fungiert.

Die Neo-Stadträtin versicherte in einer Aussendung, dass sie das Amt mit “Freude, Dialogbereitschaft und Kooperationswillen antreten” und wie Gudenus mit “Leben und Sinn erfüllen” wolle. Stenzel betonte, dass sie durch ihr journalistisches und europapolitisches Vorleben als “weltoffene und international aufgestellte Frau” auch weiterhin die Lebensqualität der Menschen dieser Stadt verbessern wolle.

NEOS für Abschaffung nicht amtsführender Stadträte

Die NEOS nahmen die heutige Angelobung zum Anlass, in mehreren Reden erneut die Abschaffung der nicht amtsführenden Stadträte – die ein Wiener Unikum sind – zu fordern. Auch SPÖ und Grüne zweifeln laut eigenen Angaben an der Sinnhaftigkeit dieser Posten. Für eine Änderung braucht es jedoch eine bundesgesetzliche Regelung, betonten die Wiener Regierungsvertreter.

Die FPÖ plädierte hingegen dafür, allen Stadträten – also auch jenen, die momentan über kein Portefeuille verfügen – Kompetenzen zu überlassen. Derzeit sitzen sie zwar im Stadtsenat, dürfen jedoch nicht mitstimmen.

(apa/red)

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