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17. August 2012 13:39; Akt.: 17.08.2012 13:39

Ursache für Unfall mit Twin City Liner steht fest

Ein Software-Fehler verursachte den unfall des Twin City Liners am Donnerstag. Ein Software-Fehler verursachte den unfall des Twin City Liners am Donnerstag. - © APA
Die Zahl der Personen, die am Donnerstagabend bei dem Unfall desTwin City Liners verletzt wurden, wurde mittlerweile von acht auf sieben korrigiert. Über Nacht konnte außerdem in der Schiffsbautechnischen Versuchsanstalt auch die genaue Unfallursache geklärt werden. Verantwortlich war ein Software-Fehler. Das Schiff ist bereits wieder für den Einsatz freigegeben. Eine Umweltorganisation hatte nach dem Unfall vorgeschlagen, die Route des Twin City Liners umzuleiten, da der Donaukanal zu eng sei. Über derartige Pläne ist aber nichts bekannt.

alt Korrekturen melden

Das Schiff, das bei dem Unfall am Donnerstag völlig unbeschädigt geblieben ist und aus eigener Kraft zur Schiffstation am Schwedenplatz zurückkehren konnte, wurde noch in den Nachtstunden von der Schiffsbautechnischen Versuchsanstalt durchgecheckt. Die erste Vermutung für die Unfallursache hat sich bestätigt. Grund für den Vorfall war ein Softwarefehler, der zum Abschalten der beiden Turbinen geführt hat. Im Normalfall würde auf einer geraden Strecke das Schiff problemlos auf den Wellen dahingleiten und langsam stoppen. Nachdem sich das Schiff allerdings in der Kurve des Donaukanals befunden hat, ist es am Ufer ruckartig gestrandet – mit ähnlichen Auswirkungen, wie sie bei einer Notbremsung in einem Bus oder der Straßenbahn auftreten.

Twin City Liner erlebte ersten Software-Fehler

Ein solcher Softwarefehler ist in den sieben Betriebsjahren vorher noch nie aufgetreten. Die Computer-Software wurde nun komplett neu eingespielt und das Schiff in der Nacht nochmals auf Herz und Nieren geprüft. Ab sofort ist es wieder im Einsatz und pendelt bereits wieder zwischen Wien und Bratislava. Als zusätzlich Maßnahme zur erhöhten Aufmerksamkeit und Sicherheit werden die Passagiere angewiesen, ab sofort im Abschnitt Donaukanal auf ihren Sitzplätzen zu bleiben. Das Bordpersonal ist angewiesen, dafür zu sorgen, dass diese Anweisung von den Passagieren auch befolgt wird. Die Anweisung dient als Prävention, um in Fällen wie diesen, die Auswirkungen auf die Passagiere noch geringer zu halten. Auch das verordnete Tempo 30 bleibt in diesem kurvigen Abschnitt aufrecht.



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