Urlaubszeit: So schützen Sie Ihr Auto vor Diebstahl und Einbruch

So schützen Sie sich vor Autodieben!
So schützen Sie sich vor Autodieben! - © bilderbox.at
Es ist der Albtraum jedes Lenkers: Das Fahrzeug wird kurz abgestellt, und wenn man zurückkommt, ist das Auto ausgeräumt oder man steht ohne fahrbaren Untersatz da. Wie Sie Ihr Fahrzeug schützen, verraten die Experten von ARBÖ und ÖAMTC.

“Kriminelle haben nicht viel Zeit. Wer es den Dieben also möglichst schwer macht, hat die besten Chancen, ungeschoren davonzukommen”, weiß ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Grundregel Nummer eins ist daher: das Auto absperren. Auch wenn man nur schnell die Tankrechnung bezahlen geht.

Wer seinen Wagen mit Funkfernbedienung abschließt, sollte sich vergewissern, dass es auch wirklich zu ist. “Wenn zur gleichen Zeit ein anderes, stärkeres Funkgerät sendet, dann kannes sein, dass das Signal von der Funkfernbedienung nicht beim Auto ankommt. Das Auto bleibt dann offen”, erklärt der ÖAMTC-Techniker.

“Wer merkt, dass es mit der Fernbedienung nicht geklappt hat, weil beim PKW das gewohnte Aufblinken der Lichter und das typische Schließgeräusch ausgeblieben sind, darf nicht den nächstens Fehler begehen, und den Wagen nun mechanisch mit dem Schlüssel zusperren”, warnt Gottfried Moser, technischer Schulungsleiter des ARBÖ. Denn mit Hilfe des zuvor abgefangenen und kopierten elektronischen Codes ist es für Diebe sehr leicht, sogar das händisch verriegelte Fahrzeug zu öffnen.

Nützlich ist außerdem jede Art von mechanischer oder elektronischer Wegfahrsperre. Sperrstöcke, die das Lenkrad fixieren, sind schwer zu knacken. Dieselbe Wirkung erzielen Schlösser an Schalthebel oder Handbremse. Elektronische Wegfahrsperren unterbrechen Benzinpumpe, Zündung und Zündspule. Teure Autos sollte man mit einer hochwertigen Alarmanlage ausrüsten und mit einer Wegfahrsperre kombinieren. Für Motorräder ist ein Bremsscheibenschloss der beste Schutz vor Langfingern.

Die wichtigsten Tipps, um Gauner erst gar nicht in Versuchung zu führen:

+ Wertgegenstände wie Navigationsgerät, Handy, Laptop oder Handtasche nicht sichtbar im Auto liegen lassen. Ausweise, Geld, Kreditkarten oder Fahrzeugpapiere sollte man immer bei sich tragen.

+ Fenster und Klappdächer sind genau wie das Verdeck beim Cabrio immer zu verschließen. Fahrräder sollten gesichert werden. Moderne Fahrradträger – egal ob als Anhänger oder am Dach – können abgesperrt werden.

+ Fahrzeug in Sichtweite abstellen. “Auf längeren Urlaubsfahrten ist das Auto meist vollgepackt – und Diebe sehen das. In diesem Fall sollte man das Fahrzeug möglichst nicht aus den Augen lassen. Auch bei der Pause in der Raststätte ist es ratsam, den Sitzplatz so zu wählen, dass man beobachten kann, ob sich jemand Fremder am Fahrzeug zu schaffen macht”, empfiehlt der Club-Techniker. Besonders bei Motorrädern sind die Koffer für Profis oft eine leichte Beute.

Im Fall des Falles: Unverzüglich Anzeige erstatten
Wird man trotz aller Vorsicht Opfer von Dieben, heißt es unverzüglich Anzeige erstatten. Hilfreich ist dabei, wenn man vor einer Urlaubsreise eine Übersicht über mitgenommene Wertgegenstände und Dokumente anfertigt (z.B. Kamera-Marke, Ausweisnummern). Empfehlenswert ist auch das Mitführen von Telefonnummern zum Sperren von Kredit- und Bankomatkarten sowie Handy. “Wer außerdem vor der Reise seinen Versicherungsschutz überprüft, ist im Ernstfall vor weiteren bösen Überraschungen gefeit und weiß, was z.B. die Kaskoversicherung bei Fahrzeugeinbrüchen deckt”, so der abschließende Rat des ÖAMTC-Experten.

Satalarm und Fahrzeugortung
Die zuverlässigsten Sicherheitssysteme für Autos sind nach wie vor jene, die eine Wiederauffindung des Fahrzeugs dank Satellitenortung ermöglichen, so z.B. der A1 Carfinder oder der ÖAMTC-Dolphin-Satalarm. In beiden Fällen kann die ÖAMTC-Einsatzzentrale das gestohlene Fahrzeug punktgenau orten und die Exekutive europaweit auf die Fährte der Diebe führen. 98 Prozent der gestohlenen Fahrzeuge, die mit einem dieser Systeme ausgestattet waren, konnten in kürzester Zeit ihren rechtmäßigen Besitzern wieder übergeben werden. Infos: www.oeamtc.at/telematik.

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