Urban Mood – Zehn Wege in die Winterdepression

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Es gibt sie! Die direkten Wege in eine Winterdepression
Es gibt sie! Die direkten Wege in eine Winterdepression
Kurze Tage, lange Nächte, wenig Sonne. Das kann den Stärksten umhauen. Dich nicht? Hier zehn Möglichkeiten, wie Du Dich in den nächsten Wochen  garantiert in schlechte Stimmung versetzen kannst!

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das „Christkind“, sondern auch das Thema „Winterdepression“ auf uns zu, samt Hilfestellung: „Vitamine,  Spaziergänge und kreativ sein“ soll helfen!? Ich kann diese alljährlichen Pseudo-Tipps nicht mehr hören. Von mir bekommt Ihr deshalb: zehn Tipps für eine garantiert schlechte  Winterstimmung.  

1.      Bleib zu Hause!

 Auf keinen Fall das Haus verlassen. Am besten keine sozialen Kontakte! Aber auch alleine nicht auf die Idee kommen an der frischen, kalten Luft in Maßen Sport zu machen. Um Gottes Willen! Das könnte Endorphine freisetzen und gute Stimmungslage provozieren.

Also: Läden dicht machen, Fernseher anwerfen, dann einfach zurücklehnen und abwarten. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Deine Stimmung unerträglich schlecht wird.

  2.      Non-Stop-TV

Besonders empfehlenswert zum Runterziehen: der permanente Konsum (! Achtung! KEINE Sendung auslassen) von Societysendungen und Reality TV Formaten.

Nachrichtensendungen kommen zur Verschlimmerung des psychischen Zustands unter Umständen auch sehr gut in Frage, hängt stark von den Themen und ModeratorInnen ab! Am besten ist es auch, den Fernseher während der Nacht laufen zu lassen, um gleich beim Aufstehen die neuesten Infos frei Haus beim Öffnen der verpickten Augen zu bekommen.

  3.      Achte auf schlechte, einseitige Ernährung!

Vor allem spät abends essen!  Nimm auf keinen Fall Vitamine zu Dir! Schon gar nicht täglich zum Frühstück  in Form von frischem Obst oder grünen, selbst gemachten Smoothies. Das könnte Dein Mineralstoffdepot positiv beeinflussen – Du könntest Dich fit, aktiv und gut drauf fühlen.  Nicht gut!

  4.      Punschstände (mein Lieblings-Tipp)

Besuche jeden Punschstand in der Wiener Innenstadt. Trage dabei unbedingt keine Kopfbedeckung. Starte Deine Punsch-Tour mit nüchternem Magen,  iss also nichts, bevor Du los ziehst und jetzt kommt das Wichtigste: konsumiere an jedem der Punschstände mindestens drei alkoholische Getränke – bis zum letzten Schluck austrinken. Schummeln gilt nicht! Erst nach drei Getränken darfst Du zum nächsten Punschstand weiterziehen. Als Draufgabe könntest Du am Weg noch wahlweise Deine Wohnungsschlüssel und/oder die frisch aufgefüllte Brieftasche samt allen (!) Kundenkarten liegen lassen. Fortgeschrittene können auch die gesamte Aktentasche oder Handtasche ganz einfach bei irgendeinem Punschstand ihrer Wahl stehen lassen. Die Suche sollte nicht mehr ganz nüchtern ein paar Stunden später los gehen, falls Du in Begleitung bist, zieht das auch sehr fein deren Stimmung runter. Ob Du Dich zu Fuß oder mit dem Taxi auf die Suche machen sollst? Zu Fuß: arschkalt. Mit dem Taxi: sauteuer. Wähle selbst, was Dich mehr nervt! Der nächste Punkt schließt nahtlos an:

  5.      Weihnachtsfeiern

Besuche jede Weihnachtsfeier, zu der Du eine Einladung bekommen hast!

Besuche auch Weihnachtsfeiern, zu denen Du nicht eingeladen bist, auch die des ehemaligen Arbeitgebers.

Und egal, was auf der Feier passiert oder nicht passiert: Bleibe immer bis zum Ende der Feier! Wirklich bis zum Ende und nutze die perfekte Gunst der Stunde (vor allem bei betrieblichen Weihnachtsfeiern), einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen! Besonders hilfreich: expressiver Ausdruckstanz (Bonus: Tanzen mit teils entblößtem Oberkörper). Das schafft  Erinnerungswerte, darüber wird man noch lange schlecht sprechen. Das muss sich auf Dich negativ auswirken – und zwar sehr nachhaltig:  Der Winterdepression 2013 steht damit auch nur mehr wenig im Weg!

Bedenke: Ob Du betrunken oder nüchtern expressiv getanzt hast, spielt fast keine Rolle! Auch das Anflirten von KollegInnen ist nicht so nachhaltig stimmungssenkend und schlecht für den Ruf wie expressiver Ausdruckstanz! Das sitzt! Das findet niemand gut.

  6.      Winterbekleidung

Trage immer und zu jeder Gelegenheit Schwarz oder Grau (falls Du überhaupt das Haus verlässt)!  Handschuhe, Schals, Stiefel, Kopfbedeckung, Mäntel, Jacken – alles in Schwarz oder Grau! Damit schlägt man auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:

 1. das permanente Tragen von Schwarz/Grau senkt das Selbstwertgefühl

2. durch Dein unscheinbares Auftreten steigt die Wahrscheinlichkeit, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden! Wenn das nicht winterdepressiv macht…

  7.      Keine positiven Erlebnisse – ein Beispiel:

Komm nicht auf die Idee, Kekse zu backen.

Das könnte Dich an die Zeit bei Deiner Familie erinnern und vermeintlich angenehme Erinnerungen an die Kindheit wecken. Positive Erinnerungen gehen gar nicht! Also keine Kekse – wenn Kekse, dann kaufen: unbedingt solche, die bis 2017 haltbar sind – die können die Stimmung keinesfalls heben. Im Gegenteil: Ein kurzfristiges Zucker-High (setzt nach ca. 25 Keksen am Stück ein) kann sich weiter negativ auf deine körperliche Verfassung, also auf Dich auswirken. Bravo! 100 Punkte :)

  8.      Der perfekte Shopping-Tag

Bitte unbedingt rot im Kalender anstreichen: 8. Dezember!  Maria Empfängnis, ein Feiertag, aber die Shops sind offen! Dieses Jahr fällt er noch dazu auf einen (Einkaufs-)Samstag, da wird es sich in den Shoppingmeilen und Einkaufstempeln abspielen! Hurra! Auf jeden Fall solltest Du dann auch dort sein! Also Mitten rein ins deprimierende Gewühl. Wer es leider an diesem Tag nicht schafft, der sollte den 24. Dezember zum Weihnachts-Shoppen reservieren. Auch ein perfekter Einkaufstag, um noch angepisster nach Hause zu kommen, als man das Haus verlassen hat!

  9.      Dem Winter entfliehen

Falls Du im Winter in den warmen Süden reist und dennoch nicht auf eine Winterdepression verzichten willst – auch da gibt es Möglichkeiten. Fahr mit deiner Freundin/deinem Freund zwei Wochen in die Karibik um dort mit ihm/ihr Schluss zu machen, gestehe den letzten Seitensprung und/oder Deinen Kontostand.  Und voilà: längerfristig schlechte Stimmung.

  10.   Ein letzter Tipp

Du bist noch immer gut drauf? Dann empfehle ich Tipps gegen Winterdepressionen zu lesen  und danach krampfhaft zu versuchen diese Tipps minutiös zu befolgen. Das Gefühl des Scheiterns wird Dich in schlechte Stimmung versetzen! Schwöre. 

 

and now to something completely different:  Der Mann hat garantiert keine Winterdepression – City Boot Camp Trainer Billy Franzke – was er mit Dir mitten in Wien u.a. in aller Herrgottsfrüh machen kann?

Hier zwei Links:

Das Vienna City Boot Camp

Mein Erfahrungsbericht

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