Unwetter in Österreich: Ein Todesopfer

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Steirische Feuerwehr stand im Dauereinsatz
Steirische Feuerwehr stand im Dauereinsatz - © APA (BFV Liezen/Schlüßlmayr)
Die nächtlichen Unwetter in Österreich haben ein erstes Todesopfer gefordert. In Oberpurkla nahe Radkersburg wurde ein Steirer von einem Blitz getötet und seine Frau unbestimmten Grades verletzt.

Das Ehepaar war auf dem Nachhauseweg von einem Feuerwehrfest, als es zu dem Unglück kam. Unterbrochen ist derzeit die Südbahnstrecke nach einem Murenabgang zwischen St. Michael West und Kraubath.

Die Südbahn ist daher zwischen Leoben und Knittelfeld gesperrt, teilten die ÖBB gegenüber der APA mit. Die Aufräumarbeiten sind im Gang, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Die Sperre wird voraussichtlich bis Sonntagmittag dauern.

Besonders betroffen war auch der Raum Liezen, viele Bewohner mussten von der Feuerwehr aus ihren Häusern evakuiert werden. In Stein an der Enns wurden ganze Ortsteile einen halben Meter von Wasser und Schlamm überschwemmt, da der Sölkbach über die Ufer getreten ist. Eine Brücke wurde von den Schlammmassen weggerissen, zahlreiche Keller wurden ausgepumpt.

Heftige Regenfälle und Vermurungen gab es am Samstag zudem im Salzburger Pinzgau und Pongau, im Tiroler Inntal sowie im Norden Oberösterreichs. Innsbrucks Altstadt stand bereits am Nachmittag kurzfristig rund einen halben Meter unter Wasser. Starker Hagel hatte die Kanalisation verstopft. Geschäfte und Keller, Unterführungen und Tunnel standen unter Wasser. Nach ersten Erhebungen verursachte der Hagel in Tirol landwirtschaftliche Schäden von mehr als 1,8 Million Euro.

Starkregen und Gewitter setzten auch dem Norden Oberösterreichs zu. Kanäle wurden verlegt und die Feuerwehr der Reihe nach zu Überflutungen in Freistadt gerufen. Im Bezirk Gmunden stand die Salzkammergut Straße kurzzeitig rund zehn Zentimeter unter Wasser.

Der Life Ball in Wien kam – trotz Abbruchs der Eröffnungsshow – nach Unwetterwarnung mit einem “blauen Auge davon”, sagte Meteorologe Christian Ortner von der ZAMG. Binnen einer Stunde sind in der Innenstadt etwa fünf Liter Regen gefallen.Stark entladen hat sich der Himmel im Südosten der Bundeshauptstadt. In Schwechat sind binnen kürzester Zeit 35 Liter Regen gefallen. Extreme Regengüsse gingen auch in der Steiermark, vor allem in Leoben und Seckau nieder.

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