Uni Wien

Akt.:
Während einer Publizistik-Vorlesung stürzte eine Zwischendecke im Neuen Institutsgebäude auf Studenten – es gab keine Verletzten.

Im Hörsaal 3 des neuen Institutsgebäudes der Universität Wien in der Inneren Stadt ist am Donnerstagabend eine Zwischendecke herabgestürzt, als gerade eine Publizistikvorlesung im Gange war.

Gegen 17.45 Uhr sei ein Krachen zu hören gewesen, schilderten die Studenten. Dann habe die Decke zu bröckeln begonnen. Die Vorlesung sei sofort abgebrochen worden, Vortragender und die rund 50 Studenten hätten den Hörsaal rasch aber ohne Panik verlassen.

Zeugen berichteten von dem Vorfall: “Wir hörten ein Krachen und liefen hinaus”. Rund 100 Studenten sollen sich in dem rund fünf Meter hohen Raum befunden haben. Sie stürmten wie ihre Kollegen aus den benachbarten Hörsälen auf den Gang.

Der Leiter der Abteilung für Gebäude und Technik der Universität Wien, Gerhard Tutschek, bestätigte den Vorfall. Es handle sich dabei um eine Faser-Zwischendecke. Laut Feuerwehr ist ein etwa acht mal zwei Meter großer Teil dieser Konstruktion aus noch ungeklärter Ursache abgestürzt. Der betroffene Raum und diebenachbarten Hörsäle 2 und 3 werden für Reparatur- und Sanierungsarbeiten für „mindestens vier Monate gesperrt“, so Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Johann Jurenitsch am Freitag.


„Es soll sicher gestellt werden, dass die Lehrenden und Studierenden nicht gefährdet oder bei ihren Tätigkeiten verunsichert sind“, so Jurentisch. Für die betroffenen Lehrveranstaltungen sollen nun „so schnell wie möglich, aber spätestens bis nach Allerheiligen“ Ausweichquartiere gefunden werden. Die Studenten würden über das Internet und alle anderen Kommunikationsmöglichkeiten der Uni über das Notprogramm und die neuen Örtlichkeiten informiert werden.


Bei den Studenten herrscht Empörung über den Vorfall. “Dabei hätten Menschen verletzt werden oder sterben
können“, so Andrea Mautz aus dem Vorsitzteam der Österreichischen
HochschülerInnenschaft, die sich vor Ort ein Bild der Lage gemacht
hat. H-Vorsitzende Anita Weinberger weist darüber hinaus darauf hin, dass
der Vorfall im NIG kein Einzelfall bleiben muss: „Aus dem Glasdach
des neu gebauten Gebäudes der Fakultät für Sozialwissenschaften in
Innsbruck sind auch bereits Teile ausgebrochen und auf dem Boden der
Eingangshalle zersplittert. Offensichtlich wird von staatlicher Seite
nicht einmal mehr in die Gebäude der sogenannten ’Orchideenstudien’
investiert.“

Redaktion: Elisabeth Skoda

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