Unfallgefahr steigt mit Nebel

Unfallgefahr steigt mit Nebel
Der ÖAMTC gibt Tipps für das richtige Verhalten bei Fahrten im Nebel.

Nach einer Massenkarambolage auf der Westautobahn (A 1) am Sonntagvormittag mit einem Todesopfer und neun zum Teil Schwerverletzten mahnt der ÖAMTC Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht. Unfallauslöser war dichter Nebel.

Abstand einhalten

„Nicht angepasste Geschwindigkeit in Verbindung mit zu geringen Abständen zum Vordermann ist dabei Unfallursache Nummer eins“, sagt Gerhard Blümel vom ÖAMTC. Besonders in der jetzigen Jahreszeit müsse mit plötzlich auftauchenden Nebelfeldern gerechnet werden. „Autofahrer müssen daher im Herbst besonders aufmerksam fahren und eventuell eine schon längere Fahrtzeit einplanen“, so der Experte. Bei besonders schlechter Sicht werden Nebelwarnungen auch via Radio durchgegeben. Derartige Hinweise sollten unbedingt ernst genommen werden. Autofahrer sollten daraufhin ihr Fahrverhalten an die Situation anpassen. Der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte hat wichtige Tipps zum richtigen Verhalten bei Fahrten im Nebel parat:

1. Fuß weg vom Gas: „Die Geschwindigkeit sollte schon vor einer Nebelbank reduziert und den Sichtverhältnissen angepasst werden“, empfiehlt Blümel.

2. Nebelscheinwerfer und Nebelschluss-Leuchten einschalten: „Bei entsprechend guter Sichtweite sind Nebelscheinwerfer und Schlussleuchten dann wieder auszuschalten, um eine Blendung des Nachfolgeverkehrs zu verhindern“, sagt der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte.

3. Abstand halten: „Aus Unsicherheit orientieren sich viele Autofahrer bei dichtem Nebel zu sehr an den Rücklichtern des Vordermanns, ‚hängen sich an‘ und unterschreiten dabei den erforderlichen Abstand“, warnt Blümel.

4. Es wird geraten, auf der Normalspur zu fahren und nicht zu überholen.

5.Besondere Vorsicht ist beim Linksabbiegen geboten.

6. Vorsicht im Buastellbereich: Durch den Nebel sind Markierungen und Verkehrsführungen schwer erkennbar.

7. Im Falle eines Unfalles oder einer Panne unbedingt versuchen, das Fahrzeug von der Straße wegzubringen. Ist das nicht möglich, muss man alle Mittel zur Sichtbarmachung ausschöpfen: Warnblinkanlage einschalten und Pannendreieck aufstellen. Vor dem Verlassen des Fahrzeuges die Warnweste anziehen und sich möglichst schnell in Sicherheit bringen.

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