Umsatzturbo: Wiener Handel freut sich auf Schulbeginn

Durch Einkäufe von Schulsachen erhofft sich der Wiener Büroartikelhandel kräftige Einnahmen. Indes werden in einigen Bundesländern die zu Flüchtlingsquartieren umfunktionierten Schulen wieder geräumt.

Für die meisten Schüler weniger erfreulich, sehnt der Wiener Handel das Ende der Sommerferien bereits herbei. 220.000 Kinder und Jugendliche kehren in die Klassen zurück, zuvor gilt es noch, die notwendigen Schulsachen zu besorgen, damit der Start ins neue Schuljahr perfekt gelingt.

Für den Papier-, Büro- und Schreibwarenhandel ist der Schulstart einer der wichtigsten Zeitpunkte im Geschäftsjahr. Die durchschnittlichen Ausgaben liegen bei rund 80 Euro pro Käufer. Für die Lernarbeit an Universitäten, Fachhochschulen und Kollegs ist die größte Käufergruppe unter 30 Jahre, für Volksschulen und Gymnasien werden die Schulartikel von Eltern, also über 30-Jährigen, besorgt.

Wiener wollen vorbereitet sein

Dabei zeigen sich die Wiener als “Early-Shopper”, sie bereiten sich schon frühzeitig auf den Schul- und Unibeginn vor. So haben 40 Prozent den Großteil schon vor dem Schul- beziehungsweise Unibeginn eingekauft. Ein Viertel kauft erst unmittelbar zum Unterrichtsstart die benötigten Waren, zehn Prozent erst nach Schulbeginn, rund ein Viertel bei Bedarf.

Für mehr der Hälfte der Käufer ist die Qualität der Schulartikel entscheidendes Kauf-Kriterium, für knapp die Hälfte spielt der Preis eine wichtige Rolle. ber auch umweltbewusste Produkte und die Nähe des Geschäfts zum Wohnort sind für die Käufer relevant. Die Sortimentsvielfalt, spezielle Aktionen und die Beratung im Geschäft werden ebenfalls ins Treffen geführt.

Flüchtlinge: Schulen werden geräumt

In jenen Bundesländern, die Asylwerber in Schulen untergebracht haben, werden die Einrichtungen nun geräumt. Pünktlich zum Unterrichtsstart sollen fast alle Internate beziehungsweise Turnsäle und andere Räumlichkeiten wieder den Schülern zur Verfügung stehen. Die meisten Länder haben auf eine Unterbringung in Schulen ohnehin verzichtet.

In Oberösterreich waren 697 Asylwerber in Schulen untergebracht, 157 in Internaten oder Studentenheimen. Sie werden nun in andere Quartiere umgesiedelt. In Vorarlberg wird derzeit eine Schulturnhalle zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt – die Sporthalle der Mittelschule Markt in Hard im Bezirk Bregenz. Als Flüchtlingsquartier steht die Halle noch bis Ende September zur Verfügung, anschließend wird sie wieder von der Schule übernommen. Damit muss die Schule in den ersten beiden Unterrichtswochen auf die Turnhalle verzichten.

In Salzburg sind 460 Asylwerber in Schulinternaten betroffen. 160 sind bereits umgezogen, die übrigen erhalten demnächst eine neue Bleibe. Die Logistik und die Abwicklung der Überstellung der verbliebenen rund 300 Flüchtlinge übernahm das Rote Kreuz. Betreiber der neuen Quartiere sind Caritas, das Rote Kreuz und die Diakonie.

(APA, Red.)

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