Umfrage: Gesunde Work-Life-Balance für meiste Bewerber wichtiger als Karriere

Karriere ist vielen Bewerbern nicht so wichtig wie Entspannung
Karriere ist vielen Bewerbern nicht so wichtig wie Entspannung - © Dr. Stephan Barth / pixelio.de (Sujet)
Offenbar müssen sich Unternehmen ordentlich anstrengen, wenn sie qualifizierte Arbeitnehmer an sich binden wollen. Denn laut einer aktuellen Umfrage ist einer überwältigenden Mehrheit der Bewerber eine gesunde Work-Life-Balance wichtiger als Karriere.

Dies erhob das Internet-Jobportal Stepstone im Rahmen einer Umfrage unter 845 Fach- und Führungskräften. 80 Prozent der Befragten haben ihren Fokus in den nächsten drei Jahren demnach auf ihrer Gesundheit, 70 Prozent auf ihrer Familie und 66 Prozent auf ihrer Partnerschaft.

Wertschätzung und gute Arbeitsatmosphäre sind essenziel

Angenehme Kollegen sind ebenfalls 80 Prozent wichtiger als eine interessante, spannende Tätigkeit. Eine kollegiale Arbeitsatmosphäre und eine wertschätzende Unternehmenskultur werden als essenziell empfunden – Mitarbeiter wollen für ihre Leistung wertschätzend behandelt werden.

Fehlende Anerkennung ist für 45,8 Prozent der Befragten ein Kündigungsgrund, ständige Kritik und wenig Lob für 40,5 Prozent. “Eine Kultur der Wertschätzung macht sich kurz- oder langfristig bezahlt und sollte jedenfalls bewusst gepflegt werden”, so Bauer unter Verweis auf den engen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit am Arbeitsplatz und besserer Leistung.

Bewerber wünschen sich flexible Arbeitszeiten

Im Job ist auch mehr Selbstbestimmung gefragt: 78 Prozent der Berufstätigen bzw. rund 77 Prozent der Jobsuchenden legen Wert auf flexible Arbeitszeitmodelle. Auch eine überdurchschnittliche Entlohnung (65 Prozent), Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten (60 Prozent) und Aufstiegschancen (59 Prozent) machen einen Arbeitgeber attraktiv. Weiters mögen Bewerber laut Stepstone schnelle, transparente und unkomplizierte Bewerbungsprozesse.

Für viele Fachkräfte sind der Umfrage zufolge die steigende Arbeitslosigkeit und ein Bewerberüberschuss in manchen Branchen spürbar: 60 Prozent gaben an, dass die Jobsuche heute “aufwendiger ist und länger dauert” als vor einigen Jahren. Nicht ganz die Hälfte der 341 befragten Fach- und Führungskräfte, die gerade einen Job suchen, schätzen ihre Situation am Arbeitsmarkt “schlechter als in den vergangenen Jahren” ein. Fast ein Drittel (30 Prozent) ist überzeugt davon, dass ihre Jobsuche vier Wochen bis sechs Monate dauert.

In der Stepstone-Umfrage erfasst sind 504 Berufstätige und 341 Jobsuchende – großteils aus den Bereichen IT, Ingenieurwesen, Vertrieb, Gesundheitswesen, Banken und Finanzen sowie Logistik.

(apa/red)

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