Um jeden Preis – Trailer und Kritik zum Film

Um jeden Preis – Trailer und Kritik zum Film
Innensicht in den Bauch einer Schwangeren, dumpfe Stimmen sind zu hören. Die Stimmen werden deutlicher. Außensicht: Ein Paar liegt im Bett. “Wenn ich dich ansehe, fühle ich dich in mir”, sagt die schwangere Maria (Kim Basinger).

Dann die Fehlgeburt. “Um jeden Preis” des Dänen Anders Morgenthaler handelt von einer Frau, die für ihren Wunsch, Mutter zu werden, kriminell wird. Ab Freitag im Kino.

Um jeden Preis – Die Geschichte

Viele Jahre haben Peter (Sebastian Schipper) und Maria versucht, Eltern zu werden. Für ihn ist jetzt klar: “Wir bleiben zu zweit.” Er setzt nach: “Ich möchte, dass du akzeptierst, dass wir keine Kinder haben werden.” Heimlich steckt sich die deutsche Geschäftsfrau Maria Zuhause Nachthemden unter die Kleidung und formt damit vor dem Spiegel einen Babybauch. Ihr Arzt erklärt, dass sie inzwischen zu alt sei. Peter braucht Abstand, nimmt sich ein Hotelzimmer.

Maria schmiedet indes einen Plan. Sie hört von Prostituierten an der tschechischen Grenze, die ihre Babys verkaufen sollen. Auf der Fahrt dorthin lernt sie einen drogenabhängigen Mann kennen, der einen Kontakt herstellen soll. “Mein Leben wäre unvollständig ganz ohne Kinder. Es wäre irgendwie sinnlos”, meint sie zu dem kleinwüchsigen Mann. Der geht zu einer Prostituierten, die ein kleines Kind hat und Geld braucht – der Film entwickelt sich zum Thriller.

Um jeden Preis – Die Kritik

Vor allem zu Beginn der dänisch-deutschen Produktion “Um jeden Preis” (Originaltitel: “I am here”) ist vieles vorhersehbar. Der Bruch in der Beziehung zwischen Maria und Peter zum Beispiel. Später baut sich eine beklemmende, verstörende Stimmung auf, die den Film interessant macht. Die Enge und die Verzweiflung in Maria werden deutlich. Tiefe gelingt Regisseur Morgenthaler, indem er das ungeborene Kind von Maria aus dem Off sprechen lässt und durch die Bilder von Sturla Brandth Grovlen, dem norwegischen Kameramann des schnittlosen Kinoerfolgs “Victoria”.

Die eigentliche Überraschung aber ist Oscarpreisträgerin Kim Basinger, die eine gute Figur als Charakterdarstellerin macht. Seit Jahren spielt sie nicht mehr die Traumfrauen, wie in den Filmen “9 1/2 Wochen”, “Batman” oder als Bond-Girl, sondern gibt als 61-Jährige die sportliche Geschäftsfrau Ende 40 überzeugend.

(APA)

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