Üble Nachrede: FPÖ-nahe Website muss Finanzstadträtin Brauner Schadenersatz zahlen

Sieg vor Gericht für Renate Brauner.
Sieg vor Gericht für Renate Brauner. - © APA/Hans Punz
Das Urteil zur Veröffentlichung einer angeblich von Renate Brauner (SPÖ) getätigten Aussage sei bereits rechtskräftig.

Die Website unzensuriert.at muss der Wiener Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) 2.000 Euro Schadenersatz zahlen. Das FPÖ-nahe Medium hatte Brauner quasi unterstellt, einen Obdachlosen “zum Mistkübel” geschickt zu haben, weil er dorthin gehöre. Das Urteil des Wiener Straflandesgerichts sei rechtskräftig, berichtete Der Standard am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe.

Die Plattform hatte in einem Artikel einen Obdachlosen zitiert, der von der vermeintlichen unschönen Aufforderung der Ressortchefin erzählt hatte. unzensuriert.at verzichtete später auf den Konjunktiv und schrieb: “SPÖ-Politikerin Brauner schickte ihn weg ‘zum Mistkübel'”. Dadurch sei für den Leser der Eindruck entstanden, dass sich der Vorfall so abgespielt habe, wie ihn der Obdachlose geschildert hat, heißt es im Urteil. Für das Gericht ein Fall von übler Nachrede.

(APA, Red.)

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