U2 fährt ab 2010 über die Donau

Verlängerungsstrecke exakt 5.133 Meter lang
Verlängerungsstrecke exakt 5.133 Meter lang - © APA (Mackinger)
Im kommenden Jahr überquert eine dritte Wiener U-Bahn-Linie – nach U1 und U6 – die Donau: Die U2. Das neue Teilstück zwischen Stadion und Aspernstraße wird am 2. Oktober 2010 eröffnet. Es umfasst sechs Stationen und ist rund fünf Kilometer lang. Am Donnerstag fand eine erste Probefahrt auf dem neuen Streckenabschnitt statt.

Der gesamte neue Teilabschnitt samt den Stationen ist in Hochlage errichtet. Die Züge fahren in bis zu 16 Metern Höhe, was tolle Ausblicke auf die Donau, die Skyline der Donauplatte, das Mühlwasser oder die Vorgärten der umliegenden Siedlungen ermöglicht. Durch die neue Strecke werden künftig die Bezirke Leopoldstadt und Donaustadt verbunden. Die Querung der Donau musste dazu übrigens nicht eigens geschaffen werden: Die U2 nutzt die 1996/97 errichtete Donaustadtbrücke (“Schrägseilbrücke”).

Folgende Stationen stehen ab dem kommenden Jahr zur Verfügung: Nach dem Halt bei der derzeitigen Endstation “Stadion” – die anlässlich der Fußballeuropameisterschaft 2008 in Betrieb genommen wurde – erreichen die Züge die Station “Donaumarina” und überqueren dann die Donau bis zur Station “Donaustadtbrücke”. Es folgt der Verkehrsknotenpunkt “Stadlau”, wo auch Züge der ÖBB, etwa die S80, halten. Die Station “Hardeggasse” erschließt ein bestehendes Wohngebiet, jene beim “Donauspital” ist die 100. U-Bahn-Station Wiens und bringt dem zweitgrößten Wiener Krankenhaus einen U-Bahn-Anschluss.

Als vorläufige Endstelle dient die Station “Aspernstraße”. Sie wird sich aber vermutlich nur bis 2013 mit diesem Titel schmücken können. Denn ab dann sollen die Züge der U2 bis zum Stadtentwicklungsgebiet Aspern – das sich inzwischen “Seestadt Aspern” nennt – fahren. Die Verlängerung soll vier weitere Stationen umfassen. Der Spatenstich für den Bau dieses Abschnitts soll noch heuer erfolgen.

Die gesamte Verlängerungsstrecke Stadion-Aspernstraße ist laut Wiener Linien exakt 5.133 Meter lang. Laut Vizebürgermeisterin Brauner kostet die Errichtung des Teilabschnitts 490 Mio. Euro.

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