Türkische Soldaten bei Bombenanschlag im Südosten getötet

Bei einem Bombenanschlag auf ein Militärfahrzeug im Südosten der Türkei sind am Mittwoch vier Soldaten getötet worden. Das Gouverneursamt der Provinz Hakkari teilte mit, bei der Explosion eines im Bezirk Yüksekova am Straßenstrand versteckten selbst gebauten Sprengsatzes seien zudem vier Soldaten verletzt worden. Die Behörden machten die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verantwortlich.

Die auch in Europa als Terrororganisation gelistete kurdische Rebellengruppe kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat. Seit dem Zusammenbruch eines mehrjährigen Waffenstillstands im Juli 2015 ist der Konflikt wieder voll entbrannt. Seitdem wurden laut einer Zählung der International Crisis Group bei Gefechten, Anschlägen und Razzien im Südosten des Landes knapp 3.000 Menschen getötet.

Laut einem Bericht der Organisation von vergangenem Juli waren unter den Opfern 1378 PKK-Kämpfer, 976 Sicherheitskräfte und 408 Zivilisten. Zudem seien 219 “Jugendliche unbekannter Zugehörigkeit” getötet worden, bei denen nicht klar war, ob es sich um unbeteiligte Zivilisten oder um Mitglieder der PKK oder ihrer Jugendorganisation handelt.

Unterdessen flogen die türkischen Streitkräfte schon am Vortag Luftschläge gegen die PKK in der Region Gara im Nordirak, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Unter anderem seien Munitionslager und Verstecke zerstört worden. Die PKK hat in den nordirakischen Kandil-Bergen ihr Hauptquartier.

(APA/ag./dpa)

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