Truppe und Thalmann halten auch im Leid zusammen

Carmen Thalmann freut sich auf die Rennen
Carmen Thalmann freut sich auf die Rennen - © APA
Für Katharina Truppe und Carmen Thalmann ist die alpine Ski-Weltcup-Saison bisher schwierig verlaufen. Das soll sich am Donnerstag und Freitag bei den Technikrennen in Lienz ändern. Pushen sich die beiden Kärntnerinnen normalerweise im Training, so halten sie auch jetzt zusammen. “Wir bauen uns natürlich auf. Wie sagt man so schön, man leidet gemeinsam und man gewinnt gemeinsam”, meinte Truppe.

Beide Läuferinnen haben alle sechs Technikrennen in diesem Winter bestritten, Truppe hat als Platzierungen nur Rang 18 im Sölden-Riesentorlauf und Platz sieben im Parallelbewerb von Courchevel stehen. Die von einem im November 2016 zugezogenen Kreuzbandriss zurückgekehrte Thalmann punktete mit Platz 20 in Sölden (RTL), 24 in Levi (Slalom), sowie 27 (RTL) und 12 (Parallel) in Courchevel viermal.

“Es hat überhaupt noch nicht funktioniert und kann nur besser werden. Der Parallelslalom zuletzt in Courchevel hat gepasst. Mit diesen Schwüngen und der Motivation möchte ich morgen auch reinstarten”, sagte die 21-jährige Truppe vor dem Slalom in Lienz, der die ersten Punkte in dieser Disziplin im Olympiawinter bringen soll. “Ich weiß nicht, was bis jetzt los war. Im Training ist es gut gelaufen. Vielleicht bin ich zu verkrampft an die Sache herangegangen.”

Sie werde aber weiterhin nicht runterbremsen und nimmt sich Manuel Feller als Vorbild. “Er hatte auch zwei Ausfälle im Slalom und ist dann auf den fünften Platz gefahren.” Im Training habe sie versucht, wenig daran zu denken, wie sie es im Rennen angehen werde. “Ich muss einfach versuchen, lockerer an den Start zu gehen.” Auch für ihre Fans wolle sie sich zusammenreißen, erklärte die Neuntplatzierte von 2015.

Thalmann war vor zwei Jahren im Lienz-Slalom Vierte und errang das beste Karriereergebnis überhaupt. “Die Bereitschaft mehr Risiko einzugehen ist sicherlich da. Ich freue mich auf die Rennen und hoffe, dass ich zeigen kann, was ich drauf habe”, sagte die 28-Jährige. Und das sei mehr, als sie schon gezeigt habe. Im Slalom habe sie noch einige Änderungen am Material vorgenommen und könne im Training schon recht gut mithalten.

Geduld sei aber noch gefragt. “Ich habe mir, ehrlich gesagt, nicht gedacht, dass es so schwierig werden wird, wieder an die Ergebnisse, die ich davor hatte, anzuschließen. Es war sicherlich ein kleiner Knick. Aber mit dem Material, das ich jetzt habe, habe ich wieder viel mehr Spaß am Skifahren und auch wieder ein viel besseres Gefühl. Es gehört natürlich auch immer Glück dazu, dass es im Rennen aufgeht. Aber ich bin sicher um einiges stärker als in Levi oder in Killington.”

(APA)

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